Ungewöhnliche Unterkünfte mitten in der Natur werden immer beliebter. Ein Trend, den Georg Giner, Betreiber des 5 Sterne Campingplatzes am Natterer See im Süden von Innsbruck schon früh erkannt hat. Mit drei Holzfässern, die als Schlafkajüten für je zwei Personen umfunktioniert wurden, ist er dem Trend des Glampings bereits vor Jahren gefolgt. 2016 wurde kräftig ausgebaut und es kamen weitere Safari-Lodges und Wood Lodges hinzu. Letztere gleichen einem modernen Luxus-Baumhaus. 

Mit den Fasseln fing das Glamping am Natterer See an

Mit den Fassl-Schlafkabinen fing das Glamping am Natterer See an.

Wir checken in der Wood Lodge ein.

Wir checken in der Wood Lodge Nummer 3 ein.

Die Anreise aus Innsbruck mit dem Auto dauert keine 15 Minuten und schon stehen wir vorm Natterer See. Doch diesmal benutzen wir nicht den Eingang zum Badesee, sondern jenen zum Campingplatz. Im modernen Empfangsgebäude, wo auch ein Mini-Supermarkt untergebracht ist, warten bereits einige Gäste. Die Familie vor mir hätte gerne eine Unterkunft mit viel Platz für ihre zwei kleinen Kinder und einem festen Dach überm Kopf. Jetzt in der Nebensaison nach einem Feiertag ist das noch leicht zu finden, aber im Sommer sollte man besser reservieren. Der Campingplatz am Natterersee ist äußerst beliebt. Er wurde, wie auch die Jahre davor im letzten Jahr mehrfach ausgezeichnet (ua ANWB Camping des Jahres 2017). Es ist nicht schwer zu erkennen, warum. Seine Lage auf dem Weg nach Italien und gleichzeitig mitten in der Natur am Badesee ist einzigartig. Mit dem Bus erreicht man das Stadtzentrum Innsbruck in circa 20 Minuten, mit der Welcome Card sogar gratis. Wir checken ein und werden vom Hausmeister, der mit einem Golf-Cart vorfährt, zur Lodge gelotst.

Einchecken im Baumhaus

Vom Parkplatz geht’s die letzten Meter zu Fuß zur unserer Hütte, die auf Stelzen im Wald auf einem steileren Stück steht. Von hier sieht man zwar auch einige andere Hütten, aber Großteils blickt man in die Baumspitzen. Auf der Terrasse steht ein Griller. Wer mag kann auf der schmalen Küchenzeile auch selbst kochen. Im hinteren Teil der gemütlichen Holzhütte steht ein Doppelbett, ganz hinten befindet sich das Badezimmer mit Dusche, Warmwasser und Toilette. Wenn uns kalt ist, sollen wir einfach die Heizung aufdrehen, erklärt er uns. Dadurch können die Wood Lodges übrigens auch im Winter bewohnt werden. Zur Begrüßung stehen zwei Nespresso-Kapseln bereit, die wir in einen Espresso verwandeln, herrlich!

Blick ins Innere der Wood Lodge.

Blick ins Innere der Wood Lodge.

Das Badezimmer, rechts befindet sich noch eine Dusche.

Das Badezimmer, rechts befindet sich noch eine Dusche.

Das Bett.

Das Bett.

Auf der Terrasse kann mann die Natur genießen oder auch grillen.

Auf der Terrasse kann man die Natur genießen oder auch grillen.

Safari Lodge Zelt

Im Zuge einer Führung mit dem Chef persönlich darf ich dann noch einen Blick in die Safari Lodge Zelte werfen. Diese sind etwas größer und ebenfalls beheizbar – im Winter wäre das allerdings nicht zielführend, also sind sie ab Ostern geöffnet. Die große Terrasse lädt zum Verweilen ein. Wer den Reißverschluss aufmacht, betritt das Wohnzimmer mit großem Esstisch und Küchenzeile. Dahinter zwei Kinderschlafzimmer mit Doppelbetten, einem kleinen Spielzimmer und für die Eltern ein Himmelbett.

Die Safari Zelte werden oft von Familien gebucht.

Die Safari Zelte werden oft von Familien gebucht.

Blick ins geräumige Safarizelt.

Blick ins geräumige Safarizelt.

Abendessen am See

Auch wenn es noch nicht warm genug zum Schwimmen ist an diesem Abend, verbringen wir einen gemütlichen Abend am See. Genauer gesagt am Seeufer im Restaurant. Hier gibt es traditionelle Küche und leichte Gerichte. Ich entscheide mich für den Backhendlsalat mit Kürbiskernöl.

Der Natterer See im Abendlicht.

Der Natterer See im Abendlicht.

Backhendlsalat deluxe.

Backhendlsalat deluxe.

Da wir am Vortag eine doch anstrengende Wanderung gemacht haben, fallen wir recht früh müde ins Bett. Draußen spielt das Naturkino, auf das man vom Bett aus freien Blick hat. Und all das, ohne eine Zeltstange in der Hand gehabt zu haben, abwaschen zu müssen oder gar einem weiten Weg zur Toilette in der Nacht. Luxus pur, Mitten in der Natur.

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