Wie, du kannst echt nicht Ski fahren?” – eine Mischung aus ehrlicher Überraschung und feixendem Unverständnis schwang stets mit, wenn ich meinen Innsbrucker Freunden gestehen musste, dass ich es tatsächlich nicht konnte. Keine Frage, dass dies mit Beginn der Schneesaison schnellstmöglich geändert werden musste: Das war sie also, meine erste Skiwoche.

Woher sollen die Skikünste auch kommen, wenn man wie ich im platten Land aufwächst und studiert, die Eltern den sommerlichen Strandurlaub vorziehen, und das Arbeitsleben in der Karibik begonnen hatte? Einmal stand ich in meinem Leben auf Skiern, ohne Skikurs, in den Hügeln des Sauerlandes, bis ich krachend mit dem Rücken voran auf die Piste stürzte. Nein, Skierfahrung hatte ich keine. Was für mich total plausibel erscheint, ist schlicht nicht vorstellbar, wenn man jeden Tag einige der schönsten Skigebiete der Alpen direkt vor der Haustür hat. Immerhin hat in Innsbruck jedes Kind schon jahrelange Erfahrung. Und ja, ich fühlte mich beim Blick vom Balkon auf die Nordkette ein wenig sonderbar, fast schlecht dabei. Es war nach dem Umzug nach Innsbruck also höchste Zeit, das Skifahren zu lernen.

Skikurs oder auf Freunde vertrauen?

Viele Freunde boten mir an, dass sie mir alles zeigen würden. Und überhaupt, so schwierig sei das Skifahren ja gar nicht. “Wer den Berg hinauf kommt, kommt auch wieder herunter!“, sagten sie. Da ich jedoch seit jeher latent zu Übermut und Selbstüberschätzung neige, kam für mich nur ein professioneller Skikurs in Frage. Und ich bin, besonders nach dem Kurs, der festen Überzeugung, dass schrittweises Lernen in diesem Fall besser ist, als ins kalte Wasser zu springen.

Skikurs Innsbruck - Skischulbanner am Übungshang

Es wurde die Skischule Innsbruck – bei Kaiserwetter und besten Bedingungen.

Ich entschied mich aufgrund der räumlichen Nähe und der Tatsache, dass eine Freundin den selben Kurs bereits gebucht hatte, für einen dreitägigen Anfänger-Skikurs in einer Erwachsenengruppe bei der Skischule Innsbruck. Von Montag bis Mittwoch, jeden Tag zweieinhalb Stunden Kurs ab 10 Uhr morgens, eine kleine Gruppe und alle auf dem gleichen Kenntnisstand wie ich. Die Skischule ist zudem direkt am Patscherkofel gelegen, und somit perfekt aus der Stadt mit dem Bus “J” zu erreichen. Alle 20 Minuten fährt dieser bis zur Haltestelle Olympiaexpress, und in Skiausrüstung ist die Nutzung der Busse kostenlos.

An der Skischule angekommen wurde ich direkt von Toni, meinem Lehrmeister für die nächsten drei Tage, begrüßt und es konnte direkt losgehen… Meine Eindrücke habe ich für euch in einem kleinen Video zusammengetragen.

Schaut selbst, das war meine erste Skiwoche:

Falls es euch also genau so geht wie mir: Ein Kurs lohnt sich! Ihr bekommt die Grundlagen individuell und grundsolide vermittelt, habt Trainingszeit nach dem Unterricht und startet so sehr sicher und technisch gut in eure Skikarriere! Nach den drei Tagen Skikurs in Innsbruck am Patscherkofel empfahl Toni mir die lange, aber einfach zu fahrende Familienabfahrt der Mutterer Alm als nächsten Schritt, und auch die steileren Pisten der Schlick 2000 waren am Tag darauf schon fahrbar. Ohne Kurs hätte dies sicherlich länger gedauert – und der Ausblick, wie hier von der Familienabfahrt am Patscherkofel, gibt einfach Recht!

Skikurs Innsbruck - Blick in das Inntal.

Der Lohn für das schnelle Lernen: Der Blick von der Familienabfahrt am Patscherkofel in das Inntal.

Fazit: Wenn ich es in drei Tagen geschafft habe, fit genug zu werden, um die Vorzüge der Skigebiete rund um Innsbruck zu genießen, dann schafft ihr das auch! Die Kurse sind da, die Lehrer warten auf euch und der Erfolg ist im Grunde vorprogrammiert! Ausreden zählen nicht, ab auf die Piste!

Viel Spaß dabei wünscht euch euer Flachlandtiroler, der einen entscheidenden Schritt gemacht hat, das “Flachland” bald streichen zu dürfen.

Hier noch einmal die wichtigsten Informationen:

Skischule Innsbruck
www.skischule-innsbruck.com
info@skischule-innsbruck.com
Telefon: +43 512 21 44 66

Ein besonderer Dank für die musikalische Unterstützung beim Video geht zudem an:
Pianist Joe Löhrmann und sein “myTravelingPiano”
www.mytravelingpiano.com

 

Fotos: ©Moritz Busch