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Schneeschuhwanderung über die Telfer Wiesen

Winter ja, Skifahren nein? Wie wäre es dann mit einer Schneeschuhwanderung? Meiner Meinung nach ein maßlos unterschätzter Wintersport, der ein gutes Mittelmaß zwischen einem Spaziergang und anstrengenderen Sportarten bietet. Besonders schön dabei: Man kann sich seine Wege selbst suchen und entdeckt dabei schnell Neues. Schneeschuhwanderungen sind vor allem an Tagen, an denen es viel schneit, eine gute Wahl, aber auch ein paar Tage nach dem letzten Schneefall, wenn der Föhn bereits die oberste Schneedecke absinken hat lassen, ist die Runde zwischen Kreith in Mutters und Telfes im Stubaital eine wahre Freude.

Ab nach draussen!

Gemeinsam mit Marika [1] mache ich mich an einem sonnigen Freitag auf den Weg. In der Stadt treffen wir uns in der Stubaitalbahn, die zuerst vom Bahnhof durch die Altstadt fährt, bevor sie ihren Weg ins Stubaital antritt. Es ist eine gemächliche Fahrt, bei der man den Ausblick auf Innsbruck und die Nordkette genießen kann. Erstmal entschleunigen, bevor es beim Bahnhof Kreith so richtig los geht.

Wie schon vermutet, liegt am ersten Stück der Wanderung nicht mehr genug Schnee für die Schneeschuhe. Der Wanderweg wird sichtlich geräumt und ist somit auch für Winterwanderer zu empfehlen. Grödel – oder auch Micro Spikes – sind hier ein hilfreiches Accessoire für die teils eisigen Stellen am Weg.

Kurz nach der Station Telfer Wiesen entscheiden wir uns, die Schneeschuhe doch anzulegen und über die verschneiten Felder zu gehen. Wir stoßen dabei ein kleines Stück weiter oben sogar auf Spuren von anderen Schneeschuhwanderern. Alles richtig gemacht!

Der Wanderweg zwischen Kreith und Telfes ist gut geräumt. ©Lea Hajner

Der Wanderweg zwischen Kreith und Telfes ist gut geräumt. ©Lea Hajner

Ab hier gehts mit Schneeschuhen weiter. ©Lea Hajner

Ab hier geht’s mit Schneeschuhen weiter. ©Lea Hajner

Einfache Runde mit Fernblick

Insgesamt sind es rund acht Kilometer und 270 Höhenmeter, die man auf der Runde über den Stockerhof hinter sich bringt. Besonders schön ist der Blick ins Stubaital, aber auch auf die kleinen, verschneiten Holzhütten. Die Lärchen selbst sind im Winter ganz kahl, dafür geben sie den Blick auf die Berge frei.

Für #CabinLovers und alle, die gerne in die Berge blicken. ©Lea Hajner

Für #CabinLovers und alle, die gerne in die Ferne schauen. ©Lea Hajner

Vom Stockerhof nach Kreith

Der Stockerhof ist berühmt für seine frisch geklopften Schnitzel, derzeit ist er leider geschlossen. So essen wir unser Jausenbrot einfach vorm Hof in der Sonne. Dann geht es über den etwas steileren Weg zurück nach Kreith.

Der Stockerhof im Winter. ©Lea Hajner

Der Stockerhof im Winter. ©Lea Hajner

Mit Blick auf die Europabrücke und den Patscherkofel geht es nun zurück ins Tal. ©Lea Hajner

Mit Blick auf die Europabrücke und den Patscherkofel geht es nun zurück ins Tal. ©Lea Hajner

Idylle zwischen den Bäumen. ©Lea Hajner

Idylle zwischen den Bäumen. ©Lea Hajner

Das letzte Stück führt am Bach entlang zurück ins Tal. ©Lea Hajner

Das letzte Stück führt am Bach entlang zurück ins Tal. ©Lea Hajner

Mit Schneeschuhen macht das leichte Gefälle richtig Spaß und im schattigen Tal liegt auch deutlich mehr Schnee als auf den sonnigen Südhängen der Telfer Wiesen.

Einmal noch den Bach überqueren und schon stehen wir wieder am Bahnhof Kreith, von wo aus alle 30 Minuten eine Bahn zurück in die Stadt fährt. Mit dem Auto wäre die Wanderung auch gut machbar, allerdings sind geeignete Parkplätze in Kreith Mangelware, einfacher ist es die Tour dann in Telfes beginnen zu lassen.

Wegbeschreibung

Die Rundwanderung findet ihr hier [2]. Wer anstatt einer Runde lieber nur von A nach B geht, der beginnt am besten in Telfes und wandert über den Stockerhof nach Kreith. Die Wanderbeschreibung mit GPX findet ihr hier. [3]

Insgesamt waren wir circa 3 Stunden unterwegs und haben für den Weg durch den Schnee 2-2,5 Stunden gebraucht.

Ausrüstung zum Schneeschuhwandern

Schneeschuhe kann man in Innsbruck zum Beispiel bei Die Börse [4] ausborgen (besonders praktisch: die Stubaitalbahn fährt direkt gegenüber auf der anderen Seite der Triumphpforte ab). Abgesehen von Schneeschuhen sind Stöcke extrem hilfreich beim Wandern auf großer Sohle. Da der Fuß nicht wie normal abgerollt wird, friert man in Schneeschuhen übrigens schneller – dicke Socken sind Gold wert. Generell zahlt es sich aus, bei der Bekleidung auf einen Zwiebel-Look zu achten und vielleicht eine Lage mehr einzupacken.

Tipp: Da bei dieser Rundwanderung es sein kann, dass man den unteren Teil ohne Schneeschuhe geht, ist es sinnvoll sich vorher zu überlegen, wie man die Schneeschuhe fest am Rucksack montiert.

Wenig Ausrüstung, maximaler Schneespaß. ©Lea Hajner

Wenig Ausrüstung, maximaler Schneespaß: Stöcke + Schneeschuhe. ©Lea Hajner

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