Die Kalkkögel, auch Dolomiten Nordtirols genannt, befinden sich unweit von unserer Landeshauptstadt Innsbruck. Sie sind sehr markant und deshalb bieten sie wunderschöne alpine Ausblicke.

Mit dem Bus oder mit dem Auto komme ich in gut 20 Minuten problemlos von Innsbruck in die Axamer Lizum. Sportliche können auch das Bike nehmen. Ein Transport im Bus ist auch möglich.

Die Axamer Lizum und ihre Bergbahnen hatten diesen Sommer erstmals die Olympia-Standseilbahn in Betrieb. Damit hat man die Möglichkeit Touren vom Tal der Lizum zu starten oder bequem die Bahn zu nehmen. Die Bahn transportiert auch Bikes, also hat man alle Möglichkeiten offen. Die Bergstation der Olympiabahn ist das Hoadl.

Ich habe mich heute für die Bahn entschieden und möchte das neue Sommerangebot der Axamer Lizum testen. Mit dem Freizeitticket oder der Innsbruck-Card kann man die Bahn kostenlos benützen. Die Bergfahrt kostet sonst 11€ oder man nimmt eine Panoramakarte. Diese inkludiert Berg -und Talfahrt und Kaffee und Kuchen am Berg um 18€.

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Blick vom Hoadl auf die unvergleichlichen Kalkkögel – Foto: Danijel Jovanovic Photography

Die Standsteilbahn wurde 1976 für die Olympischen Winterspiele in Innsbruck errichtet. Die Fahrt hinauf ist schon ein tolles Erlebnis mit vielen tollen Ausblicken. An der Bergstation angekommen bietet sich mir ein wunderschöner Blick auf die imposanten Kalkkögel. Sie liegen direkt vor mir und sorgen für erstaunen. Für Sonnenanbeter stehen zahlreiche Liegen bereit. Ein wunderbares Fleckchen Tirol das man hier findet. Man kann hier verweilen und einfach die Sonne und das Panorama genießen. Ich muss mich nochmals wiederholen, es ist wirklich eindrucksvoll wie ihr an den Fotos sehen könnt. Das Restaurant bietet einiges an traditioneller Kulinarik. Für Aktivitäten sorgt der Slackline-Parcour.

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Der Ausblick vom Hoadl – Foto: Danijel Jovanovic Photography

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Blick zur gewaltigen Marchreisenspitze – Foto: Danijel Jovanovic Photography

Ich habe mich, nach einer kurzen Fotopause, entschieden, eine kleine Wanderung zu machen und am Ende zu Fuß ins Tal zu gehen.

Meine erstes Ziel ist der Pleisen. Ein Gipfel Richtung Norden und hin zum Inntal. Der erste Weg führt vom Hoadl ein kleines Stück über die Olympische Herrenabfahrt hinunter zum Beginn des Grats. Der Weg führt den Grat entlang und hier sollte man auch trittsicher sein, da es doch sehr schmal und steil auf beiden Seiten nach unten geht. Feste Schuhe sind hier auf alle Fälle erforderlich. Wunderschön sieht man hier nach Westen ins Senderstal hinunter und auf den nächsten Bergrücken kann man den berühmten Salfeinser See erkennen. Nach Osten sieht man zum bekannten Berg Saile bzw. Nockspitze wie er auch genannt wird.

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Der Steig zum Pleisen. Links das Senderstal – Foto: Danijel Jovanovic Photography

Schon nach kurzer Zeit kann man das Gipfelkreuz des Pleisen sehen. Der Weg führt zuerst den Grat hinunter und steigt dann bis zum Gipfel. Nichts anstrengendes, aber man muss schon aufpassen wie erwähnt. Kurz unter dem Gipfel begegne ich zahlreichen Murmeltieren und verweile kurz um den Tieren aus gutem Abstand zuzusehen, da sie doch sehr scheu sind.

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Blick vom Steig zum Pleisen zurück auf die Olympiabahn und die Kalkkögel – Foto: Danijel Jovanovic Photography

Der Weg zum Gipfel führt mich zuerst unter dem Gipfel vorbei und dann von der Nordseite hinauf. Ein sehr schönes Kreuz und ein wunderschöner Ausblick nach Innsbruck sind die Belohnung. Vor mir die Landeshauptstadt, rechts die Kalkkögel. So schön. Die Sonne gibt eine angenehme Wärme, so dass ich hier entscheide ein wenig zu verweilen und die Ruhe zu genießen. Das einzig, das man hier hört, sind die pfeifenden Murmeltiere in großer Entfernung. Balsam für die Seele.

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Gipfel des Pleisen mit Blick nach Innsbruck – Foto: Danijel Jovanovic Photography

Nach ein paar Fotos packe ich meinen Rucksack und gehe zu meinem nächsten Ziel, dem Axamer Kögele. Das Kögele liegt etwas tiefer als der Pleisen und somit ist es nicht wirklich anstrengend zu erreichen. Über eine weite Hochwiese komme ich wieder auf einen Gratweg, der hier nicht so so abschüssig ist. Dem Weg folge ich bis ich schon in weiter Entfernung das imposante Gipfelkreuz sehe. Die Vorfreude wächst, habe ich doch schon vieles über den tollen Ausblick gehört.

Kurz vor dem Gipfel muss ich noch ein paar Steinplatten überqueren und stehe dann vor dem großen Holzkreuz. Vor mir das komplette Mittelgebirge, Innsbruck, Kematen, Zirl, die imposante Martinswand und Ausblicke bis hinein zur Zugspitze. Ich bin gerade sehr begeistert und mache ein paar Fotos im schönen Abendlicht. Es macht mich glücklich hier zu sein, so schön ist es.

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Axamer Kögele mit Blick auf das Mittelgebirge und Innsbruck – Foto: Danijel Jovanovic Photography

Nach einer kurzen Rast gehe ich den Weg wieder retour. Nach 10min erreiche ich eine Weggabelung. Hier nehme ich den Weg zur Schafalm und zur Axamer Lizum. Über weite Wiesen komme ich an Ziegen, Schafen und Rindern vorbei. Immer wieder sehe und höre ich Murmeltiere.

Nach gut einer Stunde erreiche ich den Parkplatz der Lizum wieder. Eine wirklich tolle, nicht sehr anstrengende Tour mit wunderschönen Ausblicken. Ich bin begeistert.

Zum Schluss noch ein Panorama vom Axamer Kögele

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Hier findet ihr weitere Wanderrouten: Wandern in der Axamer Lizum und in Innsbruck.