Kann man jetzt auch bald in Innsbruck surfen? Wenn es nach den Jungs von “eine Welle für Innsbruck” geht, lautet die Antwort auf jeden Fall: JA!

Am 1. März fand die erste öffentliche Infoveranstaltung zum Thema „Riversurfen in Innsbruck“ im Kater Noster statt.
Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Innsbruck ist zwar eine absolute Sportmetropole, die man mit Snowboarden, Skifahren und Klettern verbindet, aber wohl kaum mit Surfen.

Andreas Müllner von "einer Welle für Innsbruck"

Andreas Müllner ist so nett und erklärt mir was Riversurfing eigentlich ist

Um sieben Uhr sollte die Veranstaltung beginnen. Ich war zu früh dran und konnte trotzdem kaum noch einen Platz finden. Die Organisatoren waren bereits fleißig mit dem Aufbau beschäftigt. Ich hatte aber Glück und Andreas Müllner – der Initiator – hatte Zeit für mich und erklärte mir in aller Ruhe, worum es geht:

Die Entstehung

Das Projekt „Eine Welle für Innsbruck“ entstand im Herbst 2017, als sieben begeisterte Surfer mehr zufällig als geplant zusammentrafen und beschlossen, ihren Traum vom Surfen in Innsbruck zu verwirklichen. Wer nun aber denkt, diese Idee sei neu, der irrt. Es gab bereits mehrere Versuche in Innsbruck, die allerdings alle scheiterten. Das Paradebeispiel fürs Flusssurfen ist die Eisbachwelle in München. Was anfangs verboten war, ist heute eine absolute Attraktion, die nicht nur Surfer, sondern auch viele Schaulustige anlockt. Andreas, der selbst aus München stammt, erzählte mir begeistert:“ Hier surfen die Menschen von früh bis spät, egal wann du vorbeischaust, es ist immer jemand im Wasser“.

Der nächste Schritt zur Realisierung war eine Vereinsgründung. Man einigte sich auf die Schaffung der Sektion Tirol, die dem Verein „Riversurfing Austria“ angehört, welcher bereits mehrere Projekte in Österreich betreut.

Riversurfing Silz

Riversurfing in Silz. So oder so ähnlich könnte es auch schon bald in Innsbruck aussehen © Matt Clark

Das Ziel

Ziel des Vereins ist es, den Innsbruckern das Riversurfing vor der eigenen Haustür zu ermöglichen. Dazu werden mögliche Riversurfspots auf ihr Potential geprüft und Möglichkeiten zur Umsetzung entwickelt. Die Jungs von „Eine Welle für Innsbruck“ sind gut vernetzt, pflegen Kontakte zu Professoren und Entscheidungsträgern und planen in näherer Zukunft eine Petition sowie weitere Informationsveranstaltungen. Öffentlichkeitsarbeit ist ihnen sehr wichtig. Je mehr Unterstützer das Projekt findet, umso wahrscheinlicher bekommt Innsbruck seine Welle. Und wer weiß, vielleicht ist es ja schon diesen Sommer soweit und wenn nicht, dann eben im nächsten.

Die erste Infoveranstaltung war ein voller Erfolg

Der Abend im Kater Noster war ein absoluter Erfolg. Der Einladung, die via Facebook erfolgte, kamen zahlreiche Sportbegeisterte nach. Dank der Großformatposter, der Videoscreens und vor allem durch den Einsatz der Jungs wurde die interessierte Menge auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem konnten 35 neue Vereinsmitglieder gewonnen werden. Höhepunkt war die Verlosung des Hauptpreises: „eine Woche Surfcamp in Sri Lanka“. Der Gewinner brachte die Grundstimmung mit den Worten „einfach nur geil“ auf den Punkt.

Surfinterssierte haben sich im Kater Noster versammelt um mehr über "eine Welle für Innsbruck" zu erfahren

Die Jungs von “eine Welle für Innsbruck” klären die interessierte Menge über ihr Vorhaben auf.

Infoabend im Kater Noster

Warum eine Welle für Innsbruck?

Surfen ist eine absolute Trendsportart, die 2020 in Tokyo das erste Mal olympisch wird! In einer Sportmetropole wie Innsbruck, in der sehr viele Freerider, Kletterer und Skater leben, würde ein Riversurfspot mit Sicherheit gut ankommen.
Riversurfing belastet die Umwelt kaum. Es nützt die natürlichen Ressourcen und Gegebenheiten und vermeidet Emissionen wie sie zum Beispiel durch Liftbetrieb in anderen Trendsportarten entstehen. Durch ein aufwendiges Computerprogramm werden zuverlässige Wellen errechnet und mittels verstellbarer Einbauten umgesetzt. So ist Riversurfing „relativ“ unabhängig vom Wasserstand.
Wie man bereits an anderen Orten (etwa München) sieht, locken Riversurfspots nicht nur die Surfer selbst, sondern auch viele Schaulustige an. Ein echter Zuschauermagnet sozusagen, der richtiges Urlaubsfeeling vermittelt.

Wenn ihr mehr übers Riversurfing erfahren oder vielleicht sogar selbst Vereinsmitglieder von „Eine Welle für Innsbruck“ werden wollt, schaut euch am besten einmal ihre Facebookseite genauer an.

Fotos, falls nicht anders angegeben: © Elisabeth Siegl