Innsbruck: Die Sonne scheint. Richard und ich führen gegen 9:30 Uhr unsere Mountainbikes aus. Gemütlich rollen wir von Pradl bis zur Mühlauer Brücke. Über Mühlau fahren wir bis zum Rechenhof: in 25 Minuten. Frei nach dem Motto: Wenn zwei Männer sich zu Höchstleistungen antreiben. Nach dem Rechenhof biegen wir rechts ab und treten über Rum vorbei am Garzanhof Richtung Thaur.

Bei der Burgruine Thaur begeben wir uns auf den kulturellen Pfad unserer Dreialmenrunde und staunen über das imposante und gut erhaltene Bauwerk.

 

Dreialmenrunde: Burgruine Thaur mit Bergblick

Im Fokus: Patscherkofel, Serles und Habicht

Weiter geht es zur Thaurer Kirche. Von dort testen wir unsere Balance auf einem schmalen, märchenhaften Waldweg, der in eine asphaltierte Straße mündet und am Ende zum höchsten Punkt von Thaur führt.  Knapp danach biegen wir in den Adolf-Pichler-Weg, der die Richtung nach Absam und Gnadenwald vorgibt. Ich klemme mich in den Windschatten von Richard. Damit ich nicht abreiße, gehe ich hin und wieder aus dem Sattel. Wir passieren den Speckbacherhof in Gnadenwald, ein guter alternativer Startpunkt unserer Tour, für nicht von Innsbruck Startende. Bevor die asphaltierte Straße nach Terfens hinab führt, biegen wir links in den Wald. Hier geht unsere Dreialmenrunde so richtig los.

Dreialmenrunde: Start Ganalm

Hier startet der unscheinbare Moutainbike Weg Hinterhorn-Gan Tour 408. Es folgt ein langer Stich, der es in sich hat…

Im Vomperloch zur Ganalm

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Motiviert setzte ich mich an die Spitze. Richard bleibt knapp hinter mir. Vor der langen steilen Gerade, im Rad-Jargon als Stich bezeichnet, drossle ich meine Trittfrequenz. Mein Gefährte bleibt so wie er ist, er schaltet keinen Gang zurück, dafür schnell. Er überholt mich. Seine Kette bleibt vorne auf der großen Scheibe. Ich mache jetzt keine Experimente und fahre weiter auf der mittleren Scheibe, damit mir nicht der Saft ausgeht. Wir halten beide unser Tempo und sind am Ende des Stichs nicht am Ende. Trotzdem atmen wir flach, weil uns das Panorama des Vomperlochs den letzten Atem raubt. Der ebene Weg zur Ganalm führt vorbei an schroffen Felsen.

Dreialmenrunde: Weg zur Ganalm

Der letzte Teil des Weges zur Ganalm führt vorbei an schroffen Felsen.

Vor dem Hintergrund des Vomperlochs werden die Elektrolytspeicher aufgefüllt.

Dreialmenrunde: Blick in Vomper Loch

Ein Radler für den Radler, der prinzipiell alles auf der großen Scheibe fährt.

Zur Walderalm mit Hindernis

Von der Ganalm fahren wir weiter in Richtung Walderalm. Nach dem souverän bewältigten Stich zur Ganalm strotzen wir vor Kraft und nichts kann uns aufhalten. Plötzlich vernehme ich ein kontinuierliches Geräusch, dass sich anhört als ob jemand eine Luftmatratze auslässt. Mein Vordermann, in seiner Manier auf der großen Scheibe tretend, gibt den Ton an. Richard hat einen Patschen. Der Austausch des Schlauches gelingt einfach und schnell, auch weil wir für Notfälle mit guter Ausrüstung gewappnet sind.

Dreialmenrunde: Schlauch wechseln

Zwischen Ganalm und Walderalm hat Richard einen Patschen.

Die Weiterfahrt zur Walderalm verläuft ohne weiteres Malheur und wir genießen den Blick auf die Tuxer Alpen und das Karwendelgebirge.

Dreialmenrunde: Bergpanorama und Walderalm

Auf der Walderalm genießen wir die Almluft und das beeindruckende Panorama.

Dreialmenrunde in Perfektion

Der letzte Almenstop für heute ist die Hinterhornalm, wo wir unseren Hunger auf der Sonnenterrasse mit Blick auf die Stubaier- und Tuxer Voralpen und Kaspressknödelsuppen stillen. Gestärkt rollen wir die Mautstraße von der Hinterhornalm hinab bis zum Speckbacherhof. Zurück fahren wir über die Dörferstraße nach Innsbruck, wo wir nach drei Stunden Fahrzeit die Eindrücke der Dreialmenrunde auf uns wirken lassen.

Dreialmenrunde: Voralpen

Auf dem Weg zur Hinterhornalm sehen wir bis zu den Voralpen von Stubai und Tux.

Dreialmenrunde: Tourdaten

Mit Start in Innsbruck beträgt die Streckenlänge 60 Kilometer.
Die Tour führt von Innsbruck (575m) über den Rechenhof  (869m) zur Ganalm (1190m), Walderalm (1511m) und Hinterhornalm (1522m).
Insgesamt fahren wir 1380 Höhenmeter und jeder von uns verbrennt über 3000 Kalorien.