Freeride Filmfestival, 7.11.2015 Congress Innsbruck

Surfen und Freeriden an einem Tag, das war das erklärte Ziel der beiden in Innsbruck lebenden Profi-Sportlerinnen Aline Bock und Lena Stoffel. Wo kann man das besser als in den norwegischen Lofoten? Mit einem Wohnmobil voller Sportgeräte, Freunde, Film- und Fotoequipment begaben sie sich auf den langen „Way North“, um hoch im Norden die Neopren-Anzüge mit Meerwasser, die Skihosen mit Schnee und die Herzen mit Freiheit zu füllen. Den Film „Way North – zwei Soulsurferinnen, die Berge und das Meer“ könnt ihr beim Freeride Filmfestival am 7.11. im Congress Innsbruck sehen.

Freeride-Power aus Innsbruck

In der Freeride World Tour ist sie keine Unbekannte: in ihrer ersten Saison 2009 konnte sie den zweiten Platz für sich verbuchen, im Jahr darauf gewann sie die Tour. Die in Innsbruck lebende Aline Bock ist seitdem Profi-Snowboarderin und als solche in den Bergen der Welt unterwegs. Lena Stoffel steht ihr um nichts nach: ebenfalls in Innsbruck beheimatet, machte sie sich im Freestyle Skifahren einen Namen und gewann unter anderem 2011 den ersten Platz bei den Austrian Open im Slopestyle. Zusammen machen die beiden an Tiefschneetagen nicht nur die Berge rund um Innsbruck unsicher, sie teilen auch eine unbändige Leidenschaft für das Meer und die Wellen.

Lena Stoffel - Freeride Filmfestival Innsbruck

Lena Stoffel

Aline Bock - Freeride Filmfestival Innsbruck

Aline Bock

Im März 2015 begannen die zwei Mädels mit drei Freunden – die drei Männer waren Filmer und Fotografen – ihren „Soultrip“, ein Reise mit Surfboards, Snowboards und Skiern zu den Lofoten im Norden Norwegens. Klingt kalt? War es auch, vor allem das Wellenreiten im Nordmeer. „Wir haben davor noch nie im kalten Wasser gesurft, der dicke Anzug war anfangs ganz ungewohnt“,  so die beiden, „man hört nichts und kann sich fast nicht bewegen.“ Doch die super Wellen und die Einsamkeit an den Spots und im Lineup im Wasser entschädigten für vieles, sogar für das allmorgendliche Schneetreiben, die Stürme und den Regen.

Meer, Schnee, Norwegen

Wenn das Meer keine Wellen zum Surfen bot, packten die beiden Ski, Snowboard, Pickel und Steigeisen aus.

„Wir konnten eigentlich jeden Tag etwas machen“, sagt Aline Bock, „wenn am Wasser nichts ging, dann war es in den Bergen optimal, und umgekehrt. Draußen in der Natur sein, das war es was wir wollten!“

Und dann zeigten sich auch nach einigen Tagen heftigen Schneefalls die norwegischen Berge von ihrer schönsten Seite. „Berge und Meer soweit das Auge reicht, perfekte Lines, guter Schnee und steiles Gelände – es war überwältigend!“ so das Fazit der beiden.

Way North - Freeride Filmfestival Innsbruck

Freeride Filmfestival Innsbruck

Paradies in Norwegen

WayNorth_AlineBock2_byNickPumphrey_Lofoten

Surfen und Freeriden – haben die zwei Sportarten etwas gemeinsam, außer dem Element Wasser? „Man verbringt sehr viel Zeit im Wasser oder am Berg für einen kurzen Moment, in dem man dann die Welle surft oder den Hang hinuntergleitet“, so Lena Stoffel, „und doch hat man ein Lachen im Gesicht, obwohl man den ganzen Tag lang paddelt und nur fünf bis zehn Sekunden am Surfboard steht.“ Surfbrett oder Snowboard und Ski, zu welchen Brettln würden die beiden eher greifen? „Surfen macht vielleicht noch mehr Spaß, weil wir das nicht professionell machen. Wir hatten beide Verletzungen, und da war es uns wichtiger, dass wir wieder surfen konnten!“

Nach fast drei Wochen sehr beengtem Leben im Wohnmobil, norwegischer Gastfreundlichkeit und eindrücklichen Momenten in der rauen Landschaft Norwegens machte sich die nun eingeschworene fünfköpfige Gruppe wieder auf die lange Heimreise. Mit im Gepäck war, neben schönen Erinnerungen, auch jede Menge erstklassiges Foto- und Filmmaterial, letzteres zu sehen im Film „Way North“.

waynorth_lifestyle_snow_04_by_nick_pumphrey_lofoten

Spaß am Freeriden und Surfen! Man sieht es den beiden an!

WayNorth_Impressions2_byNickPumphrey_Lofoten

Mehr Infos:

Tickets, Trailer und Infos zu den Filmen des Freeride Filmfestivals 2015 gibt’s unter www.freeride-filmfestival.com

Filme

  • Way North: Surfen und Freeriden in Norwegen, mit Aline Bock und Lena Stoffel (beide GER)
  • Onekotan – The Lost Island: Freeriden am Pazifischen Feuerring, mit Matthias Mayr, Matthias “Hauni” Haunholder (beide AUT) und Phil Meier (SUI)
  • Die letzte Grenze – Sidustu Jadar: Snowboarden in Island, mit Flo Orley (AUT) u.a.
  • When the mountains were wild: Eine Reise zu den verwunschenen Bergen der Albanischen Alpen, mit Mitch Tölderer, Joi Hoffmann und Klaus Zwirner (alle AUT)
  • Ravens and Eagles: Freeride Road Trip zum Freeride World Tour Stop in Haines, Alaska, mit Jeremie Heitz (SUI), Sam Smoothy (NZL), Wille Lindberg (SWE)
  • Shades of Winter – Between: die Top Freeriderinnen powdern rund um den Globus, mit Janina Kuzma (NZL), Sandra Lahnsteiner (AUT), Julia Mancuso (USA), Melissa Presslaber (AUT), Matilda Rapaport (SWE), Nadine Wallner (AUT) u. a.
  • Salam Azizam: Freeriden im Iran, mit Arnaud Cottet (SUI), Sina Shamyani (IRN), Greg Tuscher (SUI) u.a.

Das Freeride Filmfestival in München ist bereits ausverkauft. In Innsbruck gibt’s noch Plätze, jetzt auch in Verbindung mit einer Übernachtung.

Alle Fotos ©Nick Pumphrey