Um die Tiroler Bergwelt in all ihrer Schönheit genießen zu können, gebe ich dir mit folgendem Blog meine Erfahrungen weiter. Ich und meine Hündin Marley lieben es, am Berg zu wandern und die Natur zu erkunden. In erster Linie spielt die Tourenplanung hierbei eine sehr wichtige Rolle. Die perfekte Tour muss auf Hund und Herrchen abgestimmt werden.

Meine Erfahrungen mit Hund am Berg

Wichtig ist es, auf Wasserquellen zu achten, die deinem Tier Abkühlung bieten. Sind nicht ausreichend Wasserquellen vorhanden, musst du Wasserreserven für deinen Hund mittragen. Die Tages- und Jahreszeit sind hierbei ebenso von Bedeutung. Die Mittagshitze solltest du auf jeden Fall vermeiden. Je nach Rasse verträgt der Hund mehr oder weniger Sonnenlicht. Wichtig ist es, auch die Tour abhängig von der Kondition beider zu machen. Falls euer Hund wenig Ausdauer hat, baut diese langsam auf und steigert euch stetig in kleinen Schritten.

Als Hundebesitzer ist es deine Aufgaben wahrzunehmen, wann dein Hund an seine Grenzen kommt.  Lege regelmäßige Pausen im Schatten ein und führe ausreichend Flüssigkeit und Nahrung mit. Falls es nötig ist deinen Vierbeiner mit Wasser abzukühlen, beginnst du zuerst damit, die Pfoten zu befeuchten und arbeitest dich dann langsam nach oben vor. Ein Schwall kaltes Wasser von oben auf den Hund zu gießen, kann für den Kreislauf des Hundes massive Folgen haben.

Natürlich spielt auch das Alter eures Hundes eine große Rolle. Für eine längere Wanderung sollte dein vierbeiniger Freund ausgewachsen sein. Ältere Hunde hingegen haben meist nicht mehr die Energie für längere Bergtouren. Wenn das der Fall ist, kannst du einen großen Teil der Tour beispielweise mit der Bergbahn überbrücken. Achtung: Bei Bergbahnen besteht Maulkorbpflicht für jeden Hund, egal ob groß oder klein. Davon sind die Vierbeiner meist nicht so begeistert. Dies kannst du aber vorab zuhause trainieren.

Die Größe des Hundes darf bei der Tourenplanung ebenfalls nicht unterschätzt werden. So kann sich eine Herausforderung für einen großen Hund ergeben, welche für einen kleinen Hund gar nicht besteht oder umgekehrt. Du solltest dir im Vorhinein Gedanken machen, wie dein Hund die letzten Male auf Weidetiere reagiert hat. War dein Hund sowie das Weidetier dabei unruhig und unter Stress, rate ich dir das Weidegebiet mit der Bergbahn zu überbrücken oder einen Wanderweg zu wählen, an dem du keinen Weidetieren begegnest.  Zudem sollst du dich an die Verhaltensregeln laut Landwirtschaftskammer Tirol im Umgang mit Weidetieren halten.

Mein Tourentipp für dich und deinen besten Freund

Mein Tourentipp für euch ist das Birgitzköpfel über der Birgitzeralm. Ich habe diese Wanderung für euch ausgewählt, da sie ausreichend Wasser- und  Schattenquellen bietet. Beginn unserer Tour ist der Birgitzeralm Parkplatz (nähe Adelshof). Von dort aus führt euch eine Forststraße durch den Wald, welche in den heißen Sommertagen ausreichend Schatten bietet. Nach rund einer halbe Stunde erreicht ihr die Birgitzeralm auf 1.808 Metern Seehöhe.

Die Alm ist Winter wie Sommer bewirtschaftet und bietet ein herrliches Bergpanorama. Auf der mittelschweren Wanderung kreuzen im Sommer ebenso Weidetiere eure Wege, welche bei Bedarf gut umgangen werden können. Die Birgitzeralm ist ein beliebtes Wanderziel für Groß und Klein. Herrliche Panoramalage mit tollem Tiefenblick ins Inntal. Von der Alm aus folgt ihr den Beschilderungen weiter zum Birgitzköpfel auf 1.982 Metern Seehöhe. Mit den Kalkkögeln im Blick geht es für circa 40 Minuten weiter zum Berggipfel. Oben angekommen, könnt ihr die Zeit in der unberührtem Natur genießen und die Seele baumeln lassen, mit einen einzigartigen Blick auf Innsbruck.

Alle Bilder: © Markus Mair