Ich wage es gleich zu Beginn dieses Artikels eine These aufzustellen: Der klassische Skiurlaub, in dem man eine Woche lang am gleichen Ort sitzt und – komme was wolle – jeden Tag das gleiche Programm abzieht, ist passé.

Selbst die kleinsten Skigebiete gehören mittlerweile einem Ski-Verbund an und ermöglichen dem Urlauber das Erforschen mehrerer Gebiete. Mehr Abwechslung, mehr Schneesicherheit, mehr Flexibilität.

Hafelekar Gipfelkreuz. © Lea Hajner

Hafelekar Gipfelkreuz. © Lea Hajner

Warum also Innsbruck?

Unmittelbar rund um Innsbruck liegen nicht nur neun Skigebiete, die im Olympia Skiwold Skipass vereint sind, man hat zusätzlich auch noch den Vorteil der Stadt. Egal ob Partytiger oder Kultur-Ski-Kombinierer, in Innsbruck kann man sich sein perfektes Skiurlaubsprogramm ganz leicht selbst zusammenstellen. Die Anreise direkt in den Urlaubsort erfolgt am bequemsten mit der Bahn (ab München 1:45min) oder über den International Airport Innsbruck. Mit der Innsbrucker Gästecard sind die Busse in die Skigebiete gratis dabei. 

9 Gründe – 9 Skigebiete – 1 Skiurlaub

Die Nordkette

“Kann man da im Winter Skifahren?” 

Eine der sicherlich meist gestellten Fragen von meinen Besuchern in den letzten Jahren. Kurze Antwort: „Ja. Und verdammt gut sogar!“ Denn sobald hier ausreichend Schnee liegt, wird die Nordkette zum Freeride Paradies und der Streit um einen Platz in der ersten Gondel ist legendär. Ebenso wie der Skylinepark und die Iglupartys auf der Cloud 9, einem Iglu auf 2000m direkt über der Stadt. Bei Glühwein, Feuerschale und Blick über die Stadt abfeiern – das vergisst man so schnell nicht. Ich wage sogar zu behaupten: kein Après Ski der Welt kann dieses Erlebnis übertrumpfen.

Los geht's Mitten in der Stadt… Foto: Nordkette

Los geht’s mitten in der Stadt… © TVB Innsbruck / Christian Vorhofer

…30min später steht man bereits am Gipfel. Foto: Lea Hajner

…30min später steht man bereits am Gipfel. © Lea Hajner

Oder im Park.

…oder im Park! © Nordkette Skylinepark

Patscherkofel

Direkt gegenüber der Nordkette liegt der Patscherkofel. Das Skigebiet ist ein idealer Spielplatz für Anfänger, Wiedereinsteiger – und: Arbeitende. Denn seit 9. Jänner hat der Coworking Space am Patscherkofel in Igls seine Türen wieder geöffnet. Dienstag und Mittwoch kann sich hier jeder der will, einen Platz im Office reservieren (24€). Wlan und Weitblick inklusive!

Ein Geheimtipp am Patscherkofel ist die Patscher Alm, hier liegen einem Stadt, Inntal, Wipptal und Stubaital zu Füßen!

Der Ausblick vom Patscherkofel auf die Stadt & Nordkette. Foto: Innsbruckphoto

Der Ausblick vom Patscherkofel auf die Stadt & Nordkette. © TVB Innsbruck / Tommy Bause

Axamer Lizum

Das Goldene Dachl steht in Innsbruck und das weiße Dachl in der Axamer Lizum. Jedes der 9 Skigebiete hat ein bisschen ein anderes Angebot, neu in der Lizum ist der Golden Roof Snowpark und die Funslope (Steilkurven, Wellenbahn & Hindernisse) auf 1.207m. Im Snowpark warten eine Beginner und eine Medium Line auf Shredder. Wer lieber abseits unterwegs ist, ist bei der Freeride Division goldrichtig, hier kann man alles lernen, was man braucht um sicher ins Gelände zu fahren.

© TVB Innsbruck / Christian Vorhofer

© TVB Innsbruck / Christian Vorhofer

Die Muttereralm

Keine Ski? Kein Problem. Auf der Muttereralm sind im Winter auch Biker willkommen und zwar jene mit Fat- & Snowbikes. Eine eigene Snow Bike School bei der Bergstation Muttereralm bietet Kurse und Leihräder an. Wer sich das nicht so recht vorstellen kann, schaut sich am besten dieses Video vom Betreiber an.

Die Muttereralm, Foto: TVB

Die Muttereralm. Foto: TVB

Kühtai

Das Kühtai ist der höchstgelegene Skiort Österreichs (kein Gletscher) und für mich persönlich ein absoluter Favorit. Überschaubar, aber trotzdem groß genug, viele Freeride Möglichkeiten, aber ebenso eine Rodel- und Langlaufstrecke und bereits früh in der Saison Schnee. Die Höhe macht eben den kleinen, aber feinen Unterschied. Auf der Kaiser-Max-Hütte gibt’s eine köstlich Frittatensuppe und Liegestühle mit Decke für Sonnenfreunde.

photo by bause tom, bause.at

Shredden im Kühtai. © TVB Innsbruck/ Tom Bause

Frittatensuppe auf der Kaiser-Max-Hütte im Liegestuhl. Foto: Lea Hajner

Frittatensuppe auf der Kaiser-Max-Hütte. Foto: Lea Hajner

Außerdem kann man auch 2017 hier wieder englische Promis spotten, wie sie für die beliebte Fernsehserie „The Jump“ die Kunst des Skispringens erlernen! “Brave, mad, stupid or all three.” – The Sun

Rangger Köpfl

Klein, sympathisch und günstig (Tageskarte 27,50€) ist das Skigebiet Rangger Köpfl. Beliebt ist bei guter Schneelage auch die Rodelbahn. Einerseits kann man auf den Lift für den Aufstieg vertrauen, andererseits kann man mit wenig Aufstieg (45min von der Bergstation bis zur Rosskogelhütte) eine richtig, richtig lange Abfahrt genießen. Diese schätzen übrigens auch Tourengeher!

Skitour Rangger Köpfl © Joffrey Thevenon

Hammerausblick auf Innsbruck (Wer kann die Landebahn spotten?) vom Rangger Köpfel. © Joffrey Thevenon

Glungezer

Das Skigebiet Glungezer ist bei viel Schnee ein richtiges Powderloch. Das wissen allerdings viele nicht und deswegen hat man es an guten Tagen für sich alleine. An normalen Tagen geht es hier gemütlich zu, die Lifte sind etwas old school, die Hütten urig und die heimische Küche köstlich. Die Alpenvereinshütte “Glungezerhütte” oberhalb vom Skigebiet ist auch im Winter geöffnet und ist die höchste ÖAV Skitouren-Gipfelhütte Tirols. Und um noch einen Superlativ draufzusetzen: laut Website findet man ab hier auch die längste Skitourenabfahrt: mehr als 15km Abfahrt sind es bis Volders!

Skitour Glungezer © Joffrey Thevenon

Am Glungezer. © Joffrey Thevenon

Schlick 2000

Ab ins Stubaital. Dank Europabrücke ist man in wenigen Minuten aus Innsbruck im Stubaital und wenig später auch schon in der Schlick. Ein Geheimtipp für Tage mit viel Neuschnee und auch an schneearmen Tagen. Wie das? Weil das Skigebiet am Anfang der Saison recht schattig liegt, bleibt der Schnee hier besonders lange gut.

Powdern in der Schlick. Foto: Lea Hajner

Powdern in der Schlick. © Lea Hajner

Stubaier Gletscher

Hier beginnt und endet die Wintersaison, denn am Gletscher liegt besonders lange Schnee. Am Stubaier Gletscher gibt es unzählige tolle Angebote von Freeridekursen, über Testivals, familienfreundliche Aktivitäten, Eisklettern, den Snowpark, Skirouten, Gault Millau prämiertes Essen bis hin zu einer eigenen Eisgrotte. Neu in der Wintersais 2016/2017: die 3S Eisgratbahn!

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Die neue 3s Eisgratbahn am Stubaier Gletscher. © Stubaier Gletscher

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