Als Pia Koenig das Projekt vor einigen Monaten ins Leben gerufen hat, gab es da noch viele Unsicherheiten, wie sie selber sagt. “Wie setze ich meine Ideen um, knüpfe die nötigen Kontakte und ist das alles denn überhaupt realisierbar?” Das Thema Flüchtlingsarbeit lag Pia schon immer am Herzen und im März 2017 haben Zeit und Ort gepasst und Pläne wurden in Taten umgesetzt. “Beinahe jeder, dem ich das Projekt vorgestellt habe, war sofort begeistert und wollte uns unterstützen.” Im Mai gab es dann schon das erste Skaid Event am Landhausplatz, zu dem geflüchtete Jugendliche aus dem Raum Innsbruck – oftmals unbegleitete Minderjährige – eingeladen wurden. Dort konnten die Jungs und Mädels den Sport ausprobieren, an Skate-Workshops teilnehmen und bei chilliger Musik und gutem Essen einen entspannten Tag verbringen.

 

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Sport als Mittel der Integration

Jeder im Team rund um Skaid trägt einen Teil dazu bei, dass sich die geflüchteten Jugendlichen bei uns wohl fühlen und selbstbewusst im urbanen Raum bewegen können. Sport schafft eine gemeinsame Basis, man hat direkt einen Punkt der verbindet. Bei Skaid soll man sich in einer lockeren Atmosphäre kennenlernen können – somit bleibt niemand lange ein Fremder und fühlt sich auch nicht als solcher.

Für Pia ist Skaten dafür ideal: “Skaten ist eben nicht nur Sport, sondern auch ein Lifestyle, mit dem man sich identifiziert und dadurch auf eine ganz natürliche und ungezwungene Art und Weise Kontakte knüpft.”

Gibt es auch manchmal Sprachbarrieren zwischen den Trainern und den Teilnehmern?
Pia: “Ja, manchmal gibt es da schon kleinere Hürden. Und natürlich sprechen sie auch unter sich manchmal relativ viel arabisch – man muss ja nur an sich selber denken wie man sich im Ausland verhält, wenn man in einer Gruppe reist. Aber die Trainer gehen damit gut und locker um und unser Ziel ist es auch nicht, ihnen ihre Sprache zu verbieten oder die Gruppen zu unterbinden – vielmehr wollen wir durch den Sport eine spielerische und ungezwungene Basis bilden, auf Grund derer sich die Geflüchteten auch trauen auf andere zuzugehen.”

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Soziale Arbeit: Bezahlt & unbezahlbar

Pia: “Ich glaube daran, dass der gesellschaftliche Nutzen auf lange Frist bei Projekten wie Skaid sehr sehr hoch ist, weil jeder Mensch, der erfolgreich integriert worden ist und sich hier vernetzt und wohl fühlt, etwas Positives zur Gesellschaft beiträgt. Deshalb gehört meiner Meinung nach soziales Engagement auch immer bezahlt und deswegen werden auch die Jungs, die das Skatetraining halten, für ihre Arbeit entschädigt – auch wenn sie es bestimmt umsonst genauso gern machen würden. Das ist ein wichtiger Punkt in meinen Augen.”

Wie können Außenstehende einen positiven Beitrag zum Projekt leisten?

Bei Events können wir immer Hilfe gebrauchen. Aber noch viel wichtiger: Wenn ihr die Jungs beim Skaten in Innsbruck seht, einfach mal Hallo sagen. So trägst du einen Teil dazu bei, dass sich jeder bei uns Willkommen fühlt und gerne hier ist.”

 

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Das Skaid-Team rund um Pia hat noch viele Ideen für Zukunftsprojekte und freut sich immer über jede Art von Engagement und auch über Spenden – einfach direkt über Facebook Kontakt aufnehmen.

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Weitere Infos

  • Besucht Skaid auf Instagram oder Facebook!
  • Alle Fotos von Carlos Blanchard für Skaid – all together.