- #myinnsbruck - https://blog.innsbruck.info -

Koch- und Bastelideen für den Frühling

Die Natur ist zum Leben erwacht, alles grünt und blüht. Und nach Wochen, die wir hauptsächliche zu Hause verbracht haben, zieht es uns stark nach draußen. Die letzte Zeit war gefühlstechnisch durchwachsen, es gab großartige und weniger gute Tage. Aber mit dem guten Wetter werden die schlechten immer weniger und unsere Laune steigt stetig an. Wir sind viel im Garten, im Wald und genießen die frische Luft und die wunderbare Umgebung. Ein Spaziergang wäre aber nur halb so schön, wenn man nicht immer irgendein Souvenir mitnehmen könnte. Unsere Vorfahren waren doch Jäger und Sammler, oder? Das Sammeln haben meine Jungs jedenfalls noch stark im Blut. Egal ob Steine, Blätter, Blumen oder Zapfen, irgendetwas muss immer mit. Hier möchte ich euch zeigen, was man aus den gefundenen Schätzen zaubern kann.

Erntezeit

Das Vorurteil, dass Kinder nichts Grünes essen, kann ich nicht bestätigen. Meine beiden Söhne sind zwar heikel, aber mit der Farbe hat das nichts zu tun. Spinatknödel sind beispielsweise eine der wenigen Speisen, die wirklich alle Familienmitglieder essen. Warum nicht mal den Spinat durch Brennnesseln ersetzen? Meine Mutter hat mir das einmal beiläufig erzählt. Ich fand das spannend, denn in unserem Garten wuchern genug, die ich eigentlich schon längst hätte ausjäten sollen. Aber zum Glück bin ich eine faule Gärtnerin.

Brennnessel ernten

Safety first! Beim Ernten auf keinen Fall die Handschuhe vergessen!

Nach einer kleinen Recherche fand ich ein super Rezept für Brennnesselspinatknödel. So wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Brennnesseln waren weg und auf den Tisch kam ein herrliches und gesundes Gericht. Mein Sohn, der beste kleine Helfer, und ich hatten bei der Ernte wirklich Spaß. Am besten geht man gut ausgerüstet, mit (Garten-)Handschuhen und festen Schuhen ans Werk, sonst wird es eine brennende Angelegenheit! Wer keinen Garten hat, kann das Rezept natürlich trotzdem ganz leicht nachkochen. Brennnesseln wachsen praktisch überall und ihr könnt sie einfach beim nächsten Spaziergang ernten.

geerntete Brennnessel

Unsere Ernte

Brennnesselknödel

Was ihr braucht:
250 g zarte Brennnesselblätter (also am besten nur die Spitzen pflücken)
250 g frischer Blattspinat (wer mag, lässt den Spinat weg und nimmt stattdessen 500g Brennnesseln)
Frische Kräuter (z.B. ein paar Halme Schnittlauch, drei Stängel Basilikum und Petersilie)
250g Ricotta
100 g Käse (im Originalrezept wird Pecorino verwendet, wir haben Gouda genommen)
2 Eier
100g Mehl (plus Mehl zum Verarbeiten)
Salz, Pfeffer und ein Prise Muskatnuss
Zum Garnieren:
Schnittlauch, Cherrytomaten, frischgeriebener Käse (z.B. Parmesan, Pecorino oder Gouda), zerlassene, braune Butter.

Und so geht‘s:
Brennnesseln gut waschen, am besten während ihr Gummihandschuhe tragt. Spinat und Brennnesseln zwei bis drei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren, danach in einem Sieb kalt abschrecken, gut abtropfen lassen und klein hacken. Kräuter ebenfalls waschen und klein hacken.

gehackte Brennnesselblätter

Die gekochten Spinat- und Brennnesselblätter werden klein gehackt

Ricotta, Eier, Käse und Mehl gut miteinander vermengen, Brennnessel-Spinatmischung und Kräuter unterheben und anschließend alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit bemehlten Händen aus dem Teig kleine, ungefähr tennisballgroße Bällchen formen.

Kochen mit Brennnesseln

Ungefähr so sollte der fertige Teig aussehen, aus dem dann die Knödel geformt werden.

Brennnesselspinatknödel

Unsere Knödel bevor sie uns Wasser kommen

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Hitze stark reduzieren und die Knödel im heißen Wasser ungefähr 15 Minuten lang ziehen lassen.

Währenddessen die Tomaten waschen und klein würfeln, Käse reiben und Butter schmelzen. Nun könnt ihr die Knödel auf einem vorgewärmten Teller mit Butter beträufelt und mit Tomaten und Käse garniert servieren. Mahlzeit!

Voilá, so sieht das fertige Ergebniss aus.

Frühlingslichter

Der Frühling hat so viele wunderschöne Blumen zu bieten. Veilchen, Leberblümchen, Himmelschlüssel, Krokusse, … Die Liste ist lang. Wer die Blumen nicht nur auf der Wiese bewundern möchte, pflückt sich einfach einen Strauß.

Allerdings ist der meist nicht sehr lange haltbar und die Freude an den Blumen wehrt nur kurz. Ein altbewährter Trick sie haltbar zu machen, ist das Pressen. Dazu werden die Blüten so glatt wie möglich zwischen zwei Blätter Küchenrolle und dann in ein dickes Buch gelegt. Nach ungefähr zwei Tagen sind die Blumen getrocknet, platt und haltbar.

Veilchen pressen

Um Blumen zu pressen legt man sie zwischen saugfähiges Papier und dann in ein dickes Buch

Aber was macht man damit? Möglichkeiten gibt es viele. Im Herbst haben wir aus den gepressten Blättern zum Beispiel eine Martinslaterne gebastelt. Nach dem gleichen Prinzip könnt ihr auch ein frühlingshaftes Windlicht machen. Ersetzt die Herbstblätter einfach durch Frühlingsblumen und das rote, gelbe und orange Papier durch rosarotes, weißes, oder hellgrünes. Die Bastelanleitung findet ihr hier [1].

Eine wunderschöne Idee und ein süßes Muttertagsgeschenk ist eine mit Blüten beklebte Kerze. Das geht ganz einfach und bringt Frühlingsstimmung ins Wohnzimmer.

Was ihr braucht:
Gepresste und getrocknete Blüten
Weiße Kerze
Teelichter
Feuerzeug
Pinsel

Getrocknete Blumen, Pinsel, Kerze, Teelicht, Feuerzeug

Was ihr zum Basteln braucht

Und so geht’s:
Der Spaß mit den Zwergen liegt bei dieser Bastelei eindeutig im Sammeln und Pressen der Blüten. Beim Basteln selbst müsst ihr etwas vorsichtig sein, denn es wird mit heißem Wachs gearbeitet. Als erstes zündet die Teelichter an, wartet ein paar Minuten, bis das Wachs geschmolzen ist. Die getrockneten Blumen auf die Kerze legen und nun heißt es schnell sein.

Den Pinsel ins flüssige Wachs tauchen und zügig über die Blüten streichen. Achtung, das Wachs trocknet wirklich schnell. Wichtig ist auch, dass alle Blüten vollständig mit Wachs bedeckt sind. Passt aber auch auf, nicht zu viel zu verwenden, denn sonst sieht man die Blüten nicht mehr. Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen und macht richtig Frühlingslaune.

mit Veilchen beklebte Kerze

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen: unsere Frühlingskerze.

Auf einen schönen Frühling

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen. Wer noch mehr Basteltipps sucht, kann sich hier [2] und hier [3]umsehen. Mehr Rezepte gibt’s bei Nadja [4]. Wie ihr euch körperlich fit halten könnt, zeigen euch Osama [5] und Hartmut [6], und Übungen für die geistige Fitness findet ihr bei Susanne [7]. In diesem Sinne, genießt den Frühling und macht das Beste draus!

[8]