Wir starten mit einer neuen Rubrik für kleine und große Märchen- und Sagenliebhaber rund um Innsbruck sogar mit Bildern, die ich dafür illustriere, damit auch die ganz ganz Kleinen was davon haben.
Denn was vielleicht einige noch nicht wussten: Innsbruck ist voller sagenumwobener Geschichten! Und wir finden, gerade zur kälteren Jahreszeit sollte man sich öfter einen warmen Kakao gönnen, in einer Decke kuscheln und sich gegenseitig Geschichten vorlesen.

 

Innsbrucker Sagen: Die Knappenlöcher am Höttingerberg

Am Fuße des Höttingerbergs lag eine heilende Quelle,die wahrscheinlich (man weiß es wirklich nicht so genau) ein ehemaliges Bergwerk war und gut gegen eigentlich so ziemlich jede Krankheit sein sollte. Bei Hysterie, Krätze, Herpes, Quetschungen und Beinbrüchen, so ziemlich bei allen Übeln.sss

Man sagte sich, dass im heilendem Wasser so einiges drin war. Blei, Malachit, Kupferlasur, Antimonarsenfahlerz und noch weitere Mineralien, die sich erfunden anhören. Irgendwann bekam auch das äußerst schlaue Ehepaar Johann und Katharina davon Wind und sie eröffneten im Jahre 1831 das Ofenlochbad, das die heutige Badgasse ist.

Mit einigen Kreuzern konnte man dort in der heilenden Quelle ein Bad nehmen. Mit einigen Kreuzern mehr, bekam man sogar ein Handtuch geliehen. Mit noch mehr Kreuzern durfte man sogar das gute Wasser mit nach Hause nehmen.

Und somit wurden alle wieder gesund und waren nie mehr krank. Oder auch nicht, denn wirklich bewiesen ist das Ganze ja nicht. Oder es hat seine Heilkraft über die Jahre verloren. Denn davon ist heute nichts mehr zu spüren.
Aber dafür sind die Knappenlöcher bedeckt mit Tropfsteinen, die man bewundern kann. Und das ist wirklich wahr.

Illustrationen von Niña Lerch