Wie oft habe ich in den letzten Wochen über diese Weihnachten geschimpft. Wenn wieder mal ein Paket in der Post hängen geblieben ist und wegen meinem knappen Zeitmanagement der Puls etwas höher war als normal. Weil statt Sport wieder einmal Kekse essen und Glühwein trinken auf der Tagesordnung stand. Weil ich es wieder nicht geschafft habe, alles so unter einen Hut zu bringen, wie ich wollte. Genau deswegen werde ich jedes Jahr kurz vorm Heiligabend zum Grinch.

Ich nehme mir dann fluchend vor, nächstes Jahr die Adventszeit irgendwo weit weg zu verbringen. Auf Hawaii unter Palmen statt in der lieben Stube neben dem Tannenbaum. Und trotzdem bleibe ich jedes Jahr hier. Denn bei all der Hektik steckt doch noch mehr dahinter. Leuchtende Kerzen am Adventskranz, gemeinsam mit Freunden frieren und lachen auf den Christkindlmärkten, Geschenke liebevoll einpacken, Kekse aus Omas Speis (für die weniger Dialekt-Affinen: Speisekammer) stibitzen. Das alles lässt selbst einen Grinch wie mich zum Weihnachtself werden. Denn tief drinnen ist es eben doch ein Fest für die Familie, für Freunde, für die Liebsten. Das erkennt selbst ein Grinch.

“Maybe Christmas, the Grinch thought, doesn’t come from a store” – Dr. Seuss

© TVB Innsbruck/ Christof Lackner, Weihnachten

Übersehen kann man Weihnachten in der Innsbrucker Altstadt auf keinen Fall. © TVB Innsbruck/ Christof Lackner

Während ich vor wenigen Tagen noch halb-panisch, halb-verzweifelt durch sämtliche Altstadtgassen auf der Suche nach Geschenken war, ist jetzt alles erledigt. Die Packerl liegen bereit, der Christbaum ist geschmückt. Es duftet nach Vanillekipferl und Würstelsuppe (diese Kombination riecht wirklich nur an Weihnachten gut 😉 ). Noch schnell die letzten Zeilen für den Blog getippt und dann ab in die verdiente Feiertagsruhe. Im Namen des ganzen Blogger-Teams von blog.innsbruck.info wünsch ich dir:

Frohe Weihnachten, ein braves Christkindl und eine besinnliche Zeit mit euren Liebsten!

 

Titelbild: © Danijel Jovanovic Photography