Auf Entdeckungsreise über den Dächern von Innsbruck

Giraffen, Elefanten oder andere exotische Lebewesen sucht man hier vergeblich. Getreu nach dem Motto: „What you see is what you get“, beherbergt der Alpenzoo heimische Tierarten über die es so einiges zu entdecken gibt.

Gestresst, mit den Gedanken noch bei der Arbeit, mache ich mich auf den Weg zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Innsbruck. Mit knapp 300.000 Besuchern jährlich gehört der Alpenzoo zu den größten landeskulturellen Einrichtungen Tirols.

Es ist bisher der heißeste Tag des Jahres und ich sitze in meinem Auto, die Fenster weit geöffnet. Genussvoll inhaliere ich die warme Sommerluft. Fast wie Urlaub, ist mein erster Gedanke. Eine enge Straße führt mich bergauf. Umringt von sattem Grün, vorbei an der Villa Blanka gelange ich schließlich zum Alpenzoo. In keiner anderen Stadt Österreichs fühlt man sich so mit der Natur so verbunden wie hier.

Elch

Ausgestattet mit meinem Ticket und einem Lageplan, den ich am Eingang erhalten habe, betrete ich das Gelände. Es dauert kurz bis ich mich orientiert habe, ich werde abgelenkt von den ersten Eindrücken, Gerüchen und Geräuschen. Plötzlich fühle ich mich wie in einem Film. Die Vögel zwitschern, ich höre Wasser fließen, ich sehe Blumen blühen und kleine Kinder rennen und spielen ringsum. Ein wahres Paradies, abgeschottet von der Hektik der Stadt, der Arbeit, dem Alltag.

Ein Platz zum Entspannen und zum Lernen

Der Alpenzoo, eröffnet im Jahre 1962 hat lange Tradition. Es gibt vieles zu entdecken. Prof. Hans Psenner, auch bekannt als „Vater des Alpenzoos“, hat man diese Einrichtung zu verdanken. Durch seine Vision und seinen Traum eines alpinen Zoos, sowie durch die engagierte Arbeit der 30 Mitarbeiter wurde der Tiergarten zu einem Ort des Wissens und des Staunens.

Auf Entdeckungsreise

Ich beginne meine Entdeckungsreise und gelange zunächst zu den Wildkatzen und Braunbären. Vorbei am Kinderspielplatz wo viele Eltern mit ihren Kindern den schönen Sommertag genießen entdecke ich das Braunbärengehege. Die Braunbären schlendern gemütlich im Gelände umher und sind von den zahlreichen Besuchern nicht aus der Ruhe zu bringen. Stellt man sich an die Glasscheibe, kommen sie ganz nahe und begrüßen die Gäste.

SpielplatzBraunbär_resizedBei meiner Tour durch den Zoo fallen mir besonders die zahlreichen unterschiedlichen Vogelarten auf. Ein Teil von mir wünschte sich zu diesem Zeitpunkt, dass ich auch als Kind gerne die Chance gehabt hätte hier her zu kommen. Ich hätte mir mein Vogelbuch geschnappt, mich auf eine Bank gesetzt und den ganzen Tag gelesen. Denn betritt man den Tiergarten, fällt einem sofort auf, das dies ein Ort zum Lernen ist. Viele interessierte Kinder mit ihren Eltern gehen dort auf Entdeckungsreise. Durch die zahlreichen Bänke und Tische und die gut präparierten Wege ist der Zoo auch für die ganz Kleinen ein Erlebnis und mit Kinderwägen gut erreichbar.

Über den Dächern von Innsbruck

Hat man es erst mal ganz nach oben geschafft, wird man mit einer wundervollen Aussicht über Innsbruck belohnt. Der Blick reicht bis zur Bergiselschanze. Auch die Steinböcke in ihrem weitläufigen Gehege profitieren von dieser Aussicht. Ihnen kann man besonders nahe sein. Ohne Absperrung kann man beobachten, wie die Kleinsten unter ihnen miteinander spielen und den Tag genießen.

AussichtSteinböcke_resized

Grüße vom Fischotter

Ein absolutes Highlight für mich waren jedoch die Fischotter. Zugegeben, ich hatte mir noch nie viele Gedanken über Fischotter gemacht. Dies hat sich jedoch nach diesem Tag geändert. Schon als ich in die Nähe des Teiches komme, werden die Tiere auf mich aufmerksam. Ich stelle mich an den Rand des Beckens und einer der beiden kommt mich sogleich besuchen. Er schwimmt fröhlich vor mir hin und her und genießt das kühle Nass. Die kleinen Tierchen freuen sich über ihre Besucher ganz besonders, sie genießen die Aufmerksamkeit und es ist keine Spur von Scheu zu spüren.

Doch der Zoo ist mehr als nur die Heimat für viele heimische Tierarten: Er ist auch ein Ort wo verletzte und vom Aussterben bedrohte Tiere eine zweite Chance bekommen. Durch Patenschaften und Sponsoren wird der Tiergarten zusätzlich unterstützt. Jeder Besuch im Tiergarten unterstützt zusätzlich den erhalt des Zoos zu einem großen Teil. Für mich war dies der erste Besuch im Tiergarten aber mit Sicherheit nicht der letzte.

Mehr Infos über den Alpenzoo findest du hier: innsbruck.info und auf der Homepage des Alpenzoo