Genau 40 Tage vor Weihnachten ist es in Innsbruck jedes Jahr so weit. Die ersten Christkindlmärkte öffnen Maroniröster und Glühweintöpfe für alle Neugierigen, Altbekannten, für Gäste von Nah und Fern. Ich muss gestehen, ich selbst bin nicht der Typ, der schon sehnsüchtig auf die Eröffnung der Weihnachtsmärkte wartet, sondern eher der daheim eingekuschelte Kekse-Esser (am liebsten natürlich die Vanillekipferl von Oma!). Am 15. November war ich dann aber doch live bei der Eröffnung. Bewaffnet mit Kamera, Haube und Handschuhen mache ich mich auf den Weg zu einem kleine Geheimtipp rund um die Christkindlmärkte in Innsbruck. Wer gern den Überblick behält und hin und wieder über dem ganzen Weihnachtsstress stehen will, sollte hier unbedingt weiterlesen.

Auf Augenhöhe mit den Sternschnuppen

Gut, ganz auf Sternschnuppen-Höhe ist man am Innsbrucker Stadtturm zwar nicht. Doch die 133 Stufen Richtung Himmel machen nicht nur das ein oder andere Keks zu viel wieder wett, sondern führen mich zu einem der besten Aussichtspunkte über die Innsbrucker Altstadt.

Aufstieg zum Stadtturm Innsbruck

Mindestens drei von Omas Vanillekipferl – so viel Energie hat mich der Aufstieg in etwa gekostet. Die Figur (und Liebhaber von Geometrie und Architektur) dürfte die Wendeltreppe allerdings freuen.

Der Stadtturm bekam im Sommer ein kleines Make-Over verpasst. Eine zweite Wendeltreppe macht den Aufstieg zum Rund-Um-Balkon gleichzeitig unkomplizierter und ästhetischer. Die Innenwände des Turm machten hingegen wieder eine Reise in die Vergangenheit. Der ursprüngliche Wand des Stadtturm wurde wieder freigelegt und versprüht nun mittelalterlichen Charme. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit sind seine Tore wieder geöffnet. Während der Christkindlmarkt-Saison kann man den Ausblick sogar bis 20.00 Uhr genießen.  Ganz oben angekommen schweift der Blicke in alle vier Himmelrichtungen und man hat dabei nicht nur das Goldene Dachl ungestört im Blick, sondern die unzähligen kleinen Gässchen der Altstadt.

Ausblick vom Stadtturm, Eröffnung Christkindlmarkt

Die Meinungen über den Weihnachtsbaum gehen bei den langjährigen Christkindlmarkt-Besuchern zwar auseinander, beim Blick von oben überzeugt er allerdings auf jeden Fall.

Altstadt-Gassen, Blick vom Innsbrucker Stadtturm

Von oben erweist sich so manch unscheinbares Gässchen als wahrer Hingucker.

Noch mehr Glitzer

Ein paar Minuten vor 18 Uhr erstrahlten die Lichter des diesjährigen Weihnachtsbaums in der Altstadt. Doch was höre ich da? Um exakt 18 Uhr eröffnet noch ein anderer Christkindlmarkt. Ich muss zugeben, in dem Moment hat selbst mich ein wenig das Christkindlmarkt-Fieber gepackt. Also Kamera wieder ab in den Rucksack und los zu Eröffnung Nummer 2: dem Christkindlmarkt am Marktplatz. Hier steht – laut Lobesrede bei der Eröffnung – Platz 8 der spektakulärsten Weihnachtsbäume der Welt. Und ja, ich muss schon gestehen, der Swarovski-Kristallbaum mit all seinen funkelnden Steinen ist schon ein echter Hingucker.

Swarovski-Kristallbaum in Innsbruck

170.500 Swarovski-Kristalle funkeln hier um die Wette.

Wer sich kurz von dem ganzen Trubel erholen will, sollte einen kleinen Spaziergang ans andere Inn-Ufer in Erwägung ziehen – Blick auf den Swarovski-Kristallbaum und den Christkindlmarkt inklusive.

Swarovski-Kristallbaum in Innsbruck

Erst mit ein bisschen Abstand sieht man, wie imposant der Swarovski-Kristallbaum wirklich ist.

Hier gibt’s alle Informationen zum Stadtturm, zu den Christkindlmärkten und zum Advent in Innsbruck.

Alle Fotos: © Monica Nadegger