Mit dem Hop-on Hop-off Bus durch Innsbruck? Das mag zwar auf den ersten Blick touristisch anmuten, auf den zweiten gibt es jedoch jede Menge Vorteile. Der Sightseer fährt auf seiner Route so viele Sehenswürdigkeiten an wie keine andere Buslinie in Innsbruck – und er ist neben allen anderen öffentlichen Verkehrsmitteln auch in der Innsbruck Card inkludiert. Besonders praktisch ist die gute (direkte) Verbindungen zwischen Altstadt, Schloss Ambras und Bergisel.

Am besten holt man sich die Broschüre in der Innsbruck Information (hier gibt es sie als PDF). So bekommt man einen guten Überblick über die Route und die Sehenswürdigkeiten am Weg. Wer ein wenig vom Weg abweicht, wird zwischen den verwinkelten Gässchen und bunten Häusern noch andere Highlights finden, die Innsbruck so reizvoll machen. All die kleinen Shops und Sehenswürdigkeiten, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind. Kurz: all das worüber wir hier am Blog so gerne schreiben.

 

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Wer die Karte vor sich hat kann anhand der eingezeichneten Nummer mit diesem inoffiziellem Guide noch mehr entdecken.

Der alternative Insider-Innsbruck-Sightseer Guide:

1. Goldenes Dachl

Am schönsten ist das Innsbrucker Wahrzeichen wenn man ein paar Schritte zurückweicht und – bei gutem Wetter – den Prunkbalkon der Stadt samt Blick auf die Nordkette genießt. Direkt unter dem Goldenen Dachl, ein paar Schritte nach links, befindet sich ein kleines Geschäft, dass hochwertige Kämme und Bürsten aus Horn und Holz verkauft, die vermutlich zu Omas Zeiten nicht viel anders aussahen. Das Schöne ist, dass es sie hier bei Stastny Bürsten immer noch gibt – ganz ohne Hipster-Bärte in der Auslage. Station: Maria-Theresien-Str. oder Congress/Hofburg 

2. Ferdinandeum

Museen sind nicht so dein Ding, aber Netflix Dokus schaust du eigentlich gerne? Dann probiere doch mal das Ferdinandeum mit der #myferdinandeum App aus. Ein iPad mit App gibt es an der Kassa gratis zum Verleih. Die Hintergrundinfos zu ausgewählten Werken bringen die Vergangenheit näher – quasi eine Dokumentation zum Begehen. Station: Ferdinandeum

So macht Museum Spaß! Foto: Lea Hajner

So macht Museum Spaß! Foto: Lea Hajner

3. Jesuitenkirche

Die Jesuitenkirche liegt schräg gegenüber der BASEFIVE, einem jungen Innsbrucker Unternehmen, das funktionelles Fitnesstraining anbietet und mit Teamgeist und viel Motivation den Markt auffrischt. Station: Ferdinandeum

4. Tiroler Volkskunstmuseum und 5. Hofkirche

Nach einem Besuch im Museum und bei den „Schwarzmandern“, wie die Bronzefiguren in der Hofkirche gerne genannt werden, biegt man in die Hofgasse ein. Nummer 12 ist einer von vielen Souvenirläden – mit einer Besonderheit: dem FlüsterbogenStation: Congress/Hofburg

6. Hofburg und 7. Congress

In den Wintermonaten vor Weihnacht ist das Fischerhäusl “the place to be” für Glühwein und Punsch. Darüber, ob es geschmacklich der Beste in Innsbruck ist, lässt sich streiten. Fakt ist, er ist der beliebteste – gemessen an dem riesigen Ansturm der jedes Jahr bei der Eröffnung im November stattfindet. Wer im Sommer hier unterwegs ist, quert am besten rüber zum Franziskanerplatz, die “inoffizielle Eismeile” der Stadt. Hier reihen sich Frozen Yoghurt Shops an Eisdielen, die Qual der Wahl fällt schwer. Die Bänke gegenüber sind ideal zum in der Sonne sitzen, Leute beobachten und Eis schlecken.

8. Hofgarten

Vor vielen Jahren gab es einmal eine kleine Broschüre mit 100 Dingen, die man in Innsbruck erlebt haben muss. Einer der Punkte war: “Verliebt durch den Hofgarten spazieren” und dem möchte ich nichts hinzufügen. So schön die wildromantischen Bergwelten rund um Innsbruck sind, so ein Spaziergang Hand in Hand durch den Hofgarten… das kann schon was! Station: Congress/Hofburg

9. Hungerburgbahn

Statt mit der Hungerburgbahn zu fahren spazieren wir über den Emile Béthouart Steg (manche sagen auch einfach “Franzosensteg”) und landen im Haepinest, einem kleinen Cafe mit liebevoller Deko, verdammt gutem Kaffee und tollen Frühstücksangeboten. Station: Congress/Hofburg oder Löwenhaus/ORF

Gut versteckter Geheimtipp: das Haepinest. Foto Lea Hajner

Gut versteckter Geheimtipp: das Haepinest. Foto Lea Hajner

10. Zeughaus

Unweit vom Zeughaus entfernt befindet sich der endlich* Store, in dem junge Designer aus Tirol ihre Werke verkaufen: von T-Shirts, über genähte Pixiebuch-Covers bis hin zu selbst gemachter Naturkosmetik. Und ein Eck weiter befindet sich die Bäckerei – Kulturbackstube, ein Café-Veranstaltungsort und Meeting-Point der Kreativszene in Innsbruck. Station: Bienerstraße

11. Schloss Ambras Innsbruck und 12. Linie 6

Statt den alten Gemäuern widmen wir uns der Flora und Fauna rund um das Schloss – oder auch: wir gehen „Pfauen schaun“! Denn die eigenwilligen Bewohner des Schlossparkes sind nicht nur perfekte Fotomodels, sie posieren auch gerne auf den Autodächern am Besucherparkplatz. Station: Schloss Ambras

Hallo Pfau! Foto: Lea Hajner

Hallo Pfau! Foto: Lea Hajner

13. Stift Wilten

Das Stift Wilten ist ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang in die Sillschlucht. Entlang des Flusses geht es immer weiter in die Schlucht hinein. Im Sommer grillen und baden hier Besucher. Auch die eine oder andere illegale Goa-Party soll hier nächtens bereits stattgefunden haben. Station: Stift Wilten

14. Tirol Panorama, 15. Pavilion, 16. Bergisel, 17. Wiltener Schützen und die 18. Panoramarunde Bergisel

Statt all diesen tollen Sehenswürdigkeiten, kehren wir einfach im Restaurant 1809 ein und gönnen uns was Gutes. In dem stylischen Restaurant werden Köstlichkeiten wie Tiroler Paunzen oder pochierten Rollforelle serviert. Station: Tirol Panorama/Bergisel

Blick aus dem 1809. Foto: Lea Hajner

Panorama-Blick aus dem 1809. Foto: Lea Hajner

19. Basilika Wilten, 20. Lokalbahnmuseum und 21. Glockengießerei Grassmayer

Ein kurzer Fussmarsch und wir befinden uns zwischen der Station “Basilika Wilten” und der “Triumphpforte”. Hier liegt das Wiltener Platzl – kulinarischer Meetingpoint für Foodies. Jetzt muss nur noch die Entscheidung fallen: vegan/vegetarisches in der Olive, Streetfood beim ROBO, Schlemmen im Deliris oder Brunchen im ImmerlandStation: Basilika Wilten

Schaufenster Immerland. Foto: Lea Hajner

Schaufenster Immerland. Foto: Lea Hajner

22. Triumphpforte

Nur wenige Meter entfernt liegt der Landhausplatz – untertags ein beliebter Platz für Skater und BMXer. Wer sich einen Coffee-to-go holt, kann aufstrebenden Talenten gemütlich von einer der Bänke aus bei ihren Tricks zusehen. Station: Triumphpforte

23. Maria Theresien Strasse/Annasäule

Mitten in der Stadt gibt es natürlich immer viel zu entdecken. Ganz neu aufgemacht hat im Herbst 2016 das Cafe “Max Standard” (früher Sir Max) in der Anichstrasse 2.  Station: Anichstraße/Rathausgalerien

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24. Mariahilf

Die bunte Häuserzeile ist nicht nur ein schönes Fotomotiv, sie beherbergt auch jede Menge schöne Geschäfte. Sie gehört zum Bezirksteil Anpruggen – mehr darüber erfahrt ihr hier.  Station: Mariahilfpark 

Das sind meine ganz persönlichen Tipps für eine alternative Stadtrundfahrt – ich wünsche euch viel Spaß dabei!