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#SupportTheArtist: Musik made in Tirol

Mit dem neuen #SupportTheArtist Album holt man sich die Live-Sessions verschiedener Tiroler Künstler direkt zu sich nach Hause und unterstützt dabei tatkräftig die angeschlagene Musikszene.

Das Team der TonTrafik [1] hat in den letzten Jahren eine Vielzahl an Events veranstaltet, von einer eigenen Eventreihe im Winter auf der Cloud 9 hoch über Innsbruck über das herbstliche Blätterrauschen in verschiedenen Clubs und Bars der Stadt bis hin zur Session 47. Letztes ist entstanden, weil die Nachfrage einmal bei einer Live-Session dabei sein zu dürfen immer größer geworden ist. Ähnlich wie bei Silent Disco oder Silent Cinema bekommen 47 exklusive Gäste einen Kopfhörer und haben den Mix der Band im Ohr. 

Gegründet wurde die TonTrafik vor rund 2 Jahren von Alexander Figl, Aaron Zangerl und Clemens Coreth. Mittlerweile besteht das Team aus 6 Leuten, die sich auf audiovisuelle Medien spezialisiert haben und dafür brennen.

Session 47 mit Hello Sally. ©TonTrafik

Session 47 mit Hello Sally ©TonTrafik

Die TonTrafik beim Silent Cinema. ©TonTrafik

Die TonTrafik beim Silent Cinema ©TonTrafik

#SupportTheArtist

Ich habe mich mit Aaron Zangerl über #SupportTheArtist [2], ihre anderen Projekte und den einen oder anderen Insidertipp für Innsbruck unterhalten.

Die TonTrafik im Interview

Aaron, wie steht es um die Innsbrucker beziehungsweise die Tiroler Musikszene im Moment?

Im Moment ist die Musikszene natürlich durch die Corona-Pandemie etwas gedämpft. Dennoch merkt man, dass die Szene nicht schläft, sondern versucht, aus der aktuellen Situation das Beste zu machen. Es wurden, wie in so vielen anderen Ländern, Live-Streams auf Social Media veranstaltet, EPs und Alben produziert und mehrmals die Woche gab es Balkonkonzerte.

Wir sind stolz auf die Musik- und Kulturszene in Innsbruck. Es wird viel auf die Beine gestellt von motivierten Leuten, die sich beruflich und auch ehrenamtlich für die Szene engagieren und somit viele abwechslungsreiche Projekte und Events umsetzen.

 

Welche Nummer eines Tiroler Musikers läuft im Moment bei dir persönlich auf und ab?

Momentan bekomme ich den Titel „Des Gfühl Ham [3]“ von Ba.tO nicht mehr aus dem Kopf.

Ba.tO - Des Gfühl Ham

Ba.tO – Des Gfühl Ham, live in der Bäckerei ©TonTrafik

Wie ist das Projekt #SupportTheArtist entstanden?

Wir haben viel mit den Leuten aus der Musik- und Eventbranche gesprochen und konnten eine gewisse Frustration aufgrund der gegebenen Situation wahrnehmen. Durch die Aktion #SupportTheArtist [2] wollten wir Künstler*innen finanziell unterstützen.

Worauf darf man sich freuen, wenn man das Projekt unterstützt? Welche Art von Musik bekommt man zu hören? Für wen ist es gedacht?

Wir haben alle unsere Live-Sessions der letzten zwei Jahre auf ein Album gepackt und bieten dieses auf unserer Website zum Download [2] an. Es ist natürlich für jeden und alle gedacht! Man kann mit ein paar Klicks die Szene unterstützen und bekommt dafür ein geniales Album mit 22 (!) Songs unterschiedlichster Genres.

Je nachdem wie stark man die Szene supporten will und/oder kann, gibt es nach dem Motto „Pay What You Want“ verschieden hohe Preise, um das Album zu ergattern (5€, 10€, 15€ oder 20€).

Albumcover #SupportTheArtist 2020. Foto @TonTrafik

Albumcover #SupportTheArtist 2020 ©TonTrafik

Was ist das Schönste an deinen Aufgaben bei der TonTrafik?

Die Events und Projekte, auf die man lange und hart hingearbeitet hat und die sich dann durch pure Glücksmomente revanchieren. Zum Beispiel konnten wir zusammen mit den Künstler*innen YAKATA, Saltbrennt, Jimi Henndreck und Character über Social Media 1.000 Euro für die Kinderkrebshilfe sammeln.

Schön finde ich auch, wenn ich spannende Partner*innen für unsere Projekte gewinnen kann, die mit uns gemeinsam Künstler*innen unterstützen. Dieses Jahr werden unsere Live-Sessions österreichweit in zahlreichen Kino-Veranstaltungen (Metropol Autokino in der Olympiaworld, Silent Cinema Österreich Tour, Kultursommer mit Telfs Lebt, Leo-Kino) ausgestrahlt. Wir sind begeistert, wie toll die Aktion unterstützt wurde und wollen an dieser Stelle auch mal DANKE an alle Partner*innen sagen.

Wo kann man momentan Live-Musik in Innsbruck erleben? 

Aktuell ist der „place to be” mobil!

Durch die Absage des heurigen New Orleans Festivals am Landhausplatz musste sich der leidenschaftliche New Orleans Initiator Markus Linder (oder auch „Old Linder“) etwas Corona-taugliches überlegen, um zumindest die heimischen Acts nicht enttäuschen zu müssen. Mit dem „French Quarter Festival [4]“ finden über mehrere Wochen verteilt Live-Konzerte in der Innsbrucker Innenstadt statt, wobei immer ein anderer Platz bespielt wird. Das finden wir genial! Um welchen Platz es sich handelt bleibt bis kurz vor dem Konzert „geheim“!

Generell sind in Innsbruck einige tolle musikalische Orte und Bars, die sich wunderbar ergänzen. Wir denken da zum Beispiel an die gut besuchten „Open Mic Sessions“ in der Bäckerei [5] (hosted by BAIBA), bei der jede und jeder zeigen darf, was sie oder er musikalisch zu bieten hat. Es ist immer eine gemütliche und intime Atmosphäre und es wurde sicher schon der ein oder andere Star entdeckt 😉.

Ansonsten gibt es da natürlich das Treibhaus [6], das mittlerweile in Innsbruck schon Kultstatus erreicht hat. Das Treibhaus zeichnet sich vor allem durch ein extrem vielfältiges Programm [7] aus, das mit heimischen sowie internationalen Künstler*innen aus Musik, Theater und Kabarett gefüllt wird.

Ein ganz besonderes Schmankerl in Sachen Bühnenkulisse ist auf jeden Fall die Cloud 9 [8] im Winter auf der Seegrube. Hier kommen vor allem bergbegeisterte Musikliebhaber auf ihre Kosten. Live-Konzerte und Partys mit atemberaubendem Bergpanorama und Sicht auf die Stadt Innsbruck machen diesen Ort zu einem ganz besonderem Erlebnis.

Welcher Ort in Innsbruck steht vielleicht in keinem Reiseführer und wäre trotzdem einen Besuch wert?

Ein Geheimtipp, wenn man sich als Besucher mal unter die Locals mischen will, ist definitiv das Sonnendeck am Innufer [9] vor der Hauptuni. Dort legen im Sommer DJs auf und man kann in gemütlicher Gesellschaft den Sonnenuntergang genießen (und/oder feiern 😉).

In welchem Restaurant hast du kürzlich besonders gut gegessen in Innsbruck?

Wir sind eher die Heim-Griller! Aber wir waren vor Kurzem beim Futterkutter [10] und wir sind definitiv Fans. Nachhaltige Küche auf Rädern … super Idee! Ansonsten lieben wir auch die Pizzeria Sapori [11], in der wir erfolgreiche Projekte bei einer leckeren Pizza gerne Revue passieren lassen.

Was hat Innsbruck, was sonst keine Stadt hat?

Wir lieben an Innsbruck vor allem die Kombination von Berg und Stadt. Dadurch entsteht ein ganz besonderer Flair, den nicht jede Stadt zu bieten hat. Wer bei schönem Wetter im Winter mal auf der Cloud 9 [8] (Seegrube) bei traumhafter Bergkulisse war, weiß, von was wir sprechen. Für alle, die sich in der Stadt wohlfühlen, aber trotzdem Naturmenschen sind, für die ist Innsbruck der ideale Platz.

Auch kulturell finden wir Innsbruck spitze. Das beweisen nicht nur diverse Festivals und Events, sondern auch die vielseitige Restaurant- und Barszene. Dank der über 30.000 Studenten, bleibt Innsbruck auch jung, kreativ und dynamisch.

Cloud9 x TonTrafik auf der Seegrube. Foto ©TonTrafik

Cloud9 x TonTrafik auf der Seegrube im Winter ©TonTrafik

Oben Musik, unten die Stadt. ©TonTrafik

Oben Musik, unten die Stadt – so schön kann der Winter in Innsbruck sein. ©TonTrafik

Wie sehen eure Zukunftspläne aus? Habt ihr noch einen Eventtipp für uns?

Wir werden die TonTrafik noch weiter ausbauen und zukünftig auch außerhalb der Tiroler Grenzen Produktionen und Events umsetzen. Darüber hinaus wird es neben unseren Live-Sessions noch einige weitere Rubriken (Stichwort: Podcast!) geben, da wollen wir aber noch nicht zu viel verraten…

Unser Eventtipp für die nächsten Wochen: Ganz klar das French Quarter Festival [4] (2.7.2020 – 2.9.2020)!

Vielen Dank Aaron für das Interview, viel Erfolg weiterhin und viele verkaufte #SupportTheArtist Alben!

[12]