Was macht Innsbruck aus, wofür kennt man uns? Das Goldene Dachl, die Sprungschanze, die wunderschöne Lage, den einmaligen Mix aus Stadt und Natur? All das macht die Metropole der Alpen einzigartig und lockt Touristen aus aller Welt an. 28.000 Studenten, viele davon aus dem Ausland, machen Innsbruck zu einer internationalen Universitätsstadt. Davon profitieren wir alle. Denn unsere coole Lokalszene gäbe es nicht, gäbe es nicht partyhungrige Studenten, die gerne feiern gehen.

Wer jetzt aber denkt, Studenten haben hauptsächlich Feiern im Kopf, irrt sich gewaltig! Zu meiner Freude durfte ich mich mit zwei wundervollen Studentinnen unterhalten, die die Corona-Pandemie sinnvoll genützt und im April 2020 ein tolles Projekt ins Leben gerufen haben: die Makademia-Seite.

Leopold-Franzens-Universität

Innsbruck ist eine richtige Studentenstadt. © Innsbruck Tourismus / Bernhard Aichner

Kurz und knackig auf den Punkt gebracht

Bei Makadamia denkt ihr an eine Nuss? Fast richtig. Hier wird die Nuss der Wissenschaft geknackt. Sarah Huemer, eine der Chefredakteurinnen und Gründerinnen der Makademia-Seite sowie IWW-Studentin erzählte mir wie ihr die Idee für Makademia kam: “Ein Freund hat einen PHD in Bauingenieurswesen. Das ist ein Bereich mit dem ich nichts zu tun habe und der mir völlig fremd ist. Er hat es geschafft, mir in wenigen Worten zu erklären wie man eine Brücke davor bewahrt, einfach in der Mitte entzwei zu brechen. Ich war begeistert. Das sollten wir auch machen: akademische Inhalte kurz, knackig und vor allem leicht verständlich zu vermitteln.“ Die Idee zur Makademia-Seite war geboren. Zusammen mit den Studenten Vanessa Holer und Simon Schöpf gründete sie Makademia.

Makademia-Redaktionsteam

Jung, motiviert und engagiert: das Makademia-Redaktionsteam © Makademia

Brücken bauen und voneinander lernen

Universitäten und Hochschulen bergen enormes Wissen. Es ist nur leider oft hinter den Toren der verschiedenen Institute verborgen und für Außenstehende schwer zugänglich. Das Makademia-Team wirft einen Blick hinter die Kulissen, führt spannende Interviews mit Professoren und Wissenschaftern und bereitet hochwissenschaftliche Themen einfach auf. So bekommen auch Nicht-Studenten einen Einblick in die Forschung der Universitäten und Hochschulen. „Aber nicht nur die“ ergänzt Vanessa. „Auch „Insider“ wissen oft nicht, was an den anderen Instituten geforscht wird. Bei einem spannenden Interview mit einer Astrophysikerin kam zur Sprache, dass sie eigentlich gar nicht so genau weiß, was die anderen Institute so treiben.“ Sarah stimmt ihr zu: „Ja, sie war erstaunt, was die Anderen so zu bieten haben.“

LEOPOLD FRANZENS UNIVERSITÄT INNSBRUCK

So viel Wissen, das nur darauf wartet geteilt zu werden! © Innsbruck Tourismus / Mario Webhofer

Der Austausch unter den Instituten ist dem Makademia-Team wichtig. Die Redakteure selbst kommen schließlich auch aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Von Medizin über Biologie, Archäologie, Geschichte bis zur Politikwissenschaft wird ein breites Spektrum abgedeckt. „Man muss aber nicht selbst Student sein, um bei uns mitschreiben zu dürfen,“ erklärt mir Sarah, „Wir freuen uns über junge, begeisterte Menschen, die Interesse an unserer Arbeit haben und mithelfen wollen, Wissenschaft einer breiten Masse zugänglich zu machen.“ Ein großes Gehalt darf man sich allerdings nicht erwarten, alle Redakteure arbeiten ehrenamtlich.

Sowi

Eines der Ziele von Makademia ist es, die verschiedenen Institute miteinander zu vernetzen. © Innsbruck Tourismus / Mario Webhofer

Vom Bildschirm ins reale Leben

Das Makademia-Projekt entstand während des ersten Lockdowns 2020. Bis jetzt fanden also alle Veranstaltungen sowie Redaktionssitzungen online statt. So auch das erste „Zoom“-Pubquiz. Wenn es nach Vanessa geht, soll sich das in Zukunft aber ändern: „Unser Plan ist es, solche Events auch im „realen“ Leben zu organisieren. Wir haben einiges geplant, ihr dürft also gespannt bleiben!“ Um über aktuelle Projekte, neue Artikel und spannende Fakten auf dem Laufenden gehalten zu werden, abonniert ihr am besten den Newsletter oder schaut auf die Homepage. Dort findet ihr neben den Texten auch Transkripte zu spannenden Themen. Wie zum Beispiel das Transkript zur ersten Paneldiskussion, die in Zusammenarbeit mit dem Club Alpbach Tirol und dem Juvenilia Club Innsbruck anlässlich des Weltfrauentags organisiert wurde. Das Thema lautete „Women in Leadership“.

Chemie Pharmazie und Biomedizin

© Innsbruck Tourismus Bernhard Aichner

Wissen ist für alle da

Ich hoffe, ich konnte euer Interesse wecken. Innsbruck ist eine Universitätsstadt, mit international anerkannten Wissenschaftlern und einem Berg an Wissen – einem Schatz der dank Makadamia nun viel leichter zugänglich werden soll. Man erfährt zum Beispiel mehr über den Gletscherfloh, taucht ein in die Welt der Experimentalphysik oder in die Rechts- und Kriminalsoziologie.

Noch mehr Wissen findet ihr in Innsbrucks Bibliotheken. Lest zum Beispiel  den Blogpost meiner Kollegin Fiona und meine Geschichte aus den Büchereien. Du liebst das Studentenleben? Dann schau dir auch Christians Beitrag an!

Kontakt Makadamia:

Homepage: www.makademia.at
Instagram: instagram.com/makademia.at
Adresse
Tiergartenstraße 118 D09
6020 Innsbruck Österreich
E-Mail-Adresse: makademiaonline@gmail.com
Telefon: +43 6803144627

 

Titelbild © Innsbruck Tourismus / Bernhard Aichner