Wir schreiben den 04. November. Von Weihnachtsstimmung ist bei dem erneuten Föhnwetter noch nichts zu merken. Richtig weihnachtlich wird es heute trotzdem. Der Baum für den Christkindlmarkt in Innsbruck wird mitten in der Stadt gefällt und vor das Goldene Dachl transportiert. Dass wir wider Erwarten erst gar nicht in die tiefen und dunklen Tiroler Wälder, sondern in den Stadtteil Pradl fahren müssen, verwundert nur auf den ersten Blick.

Als zentraler Bestandteil der Innsbrucker Bergweihnacht ist Baum natürlich nicht gleich Baum und Christbaum nicht gleich Christbaum. Gemeinsam mit dem Stadtförster Albuin Neuner lernen wir Blogger alles über den Weg des Nadelbaums als Weihnachtsgefährten. In einem interessanten Video stellen wir den Christbaum für den Christkindlmarkt 2014 vor.

Wie kommt es, dass der Innsbrucker Christbaum aus Pradl stammt? Es sei doch sicher das erste Mal, dass der Baum nicht im Wald geschlagen würde, behaupte ich schon am frühen Morgen locker und leicht. “Absolut nicht”, entgegnet der noch junge Stadtförster Albuin Neuner. “Bäume, die einzeln wachsen, entwickeln ihre Zweige regelmäßig und sind daher die idealen Christbäume.” Mit anderen Worten: Christbäume für den Christkindlmarkt stammen schon seit Jahren von Tannen, die in der Stadt gewachsen sind. “Und die”, ergänzt Albuin, “eh gefällt werden müssten. Wenn wir den Baum als Christbaum brauchen können, kommt’s dem Grundstücksbesitzer wesentlich billiger”, fügt er lachend hinzu.

Diese mächtige Tanne stand bisher im Stadtteil Pradl...

Diese mächtige Tanne stand bisher im Stadtteil Pradl…

Für heuer hat der Stadtförster jedenfalls einen prächtigen, gleichmäßig gewachsenen Baum ausgewählt. Und gemeinsam mit seinen Mitarbeitern bereits vor dem Goldenen Dachl aufgestellt. Denn der Chriskindlmarkt beginnt in etwas mehr als 10 Tagen.

...und steht jetzt bis zum 6. Jänner vor dem Goldenen Dachl in der Altstadt.

…und steht jetzt bis zum 6. Jänner vor dem Goldenen Dachl in der Altstadt.