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Bibliotheken -mehr als nur ein Ort zum Bücher ausleihen

Ich bin froh, dass ich mit Büchern und Geschichten aufgewachsen bin. Und meiner Mutter dankbar, dass sie sich zum Vorlesen und Spielen Zeit genommen hat. Auch wenn ich es mir ab und zu leicht mache und meine Kinder fernsehen dürfen, möchte ich ihnen doch zeigen, dass Bücher und Spiele noch viel spannender. Die eigene Fantasie macht am meisten Spaß.

Da wir aber nur begrenzt Platz haben und ich wirklich kein Fan bin von zu viel Zeug in der Wohnung, bin ich dankbar dafür, dass es Bibliotheken gibt. Das Beste daran: Man kann Bücher und Spiele nicht nur mit nach Hause nehmen, sondern auch vor Ort spielen und lesen. Besonders an Regentagen wirkt so ein Tapetenwechsel Wunder für die gute Laune. Also einfach Kinder einpacken und ab in die Bücherei.

Bücherei & Spielothek Telfs

Bei so viel Büchern ist für jeden Geschmack etwas dabei © Bücherei & Spielothek Telfs

Bücherei und Spielothek Telfs

Die Marktgemeinde Telfs [1] befindet sich ungefähr 30 Autominuten westlich von Innsbruck. Besonders bekannt ist sie für ihre Wilden, Laninger und Schleicher, prächtig geschmückte Fasnachtsfiguren, die alle fünf Jahre durch die Straßen ziehen. Das „Schleicherlaufen [2]“ ist ein Fasnachtsbrauch, der Besucher aus nah und fern anlockt. Ansonsten ist Telfs für Touristen hauptsächlich als Ausgangspunkt für wunderbare Wanderungen bekannt: Mösern, Seefeld und das das Mieminger Plateau [3] sind gut erreichbar. Aber auch kulturell hat Telfs einiges zu bieten. Eine Frau, die dazu einen großen Beitrag leistet, ist Nadja Fenneberg, die Leiterin der Bücherei Telfs. „Die Tiroler Kultur- und Bildungslandschaft lebt von Büchereien“, so die engagierte Bibliothekarin. Zusammen mit ihrem 32-köpfigen Team, organisiert sie zahlreiche Veranstaltungen und Projekte, die alle dazu beitragen, die Freude an Büchern zu verbreiten.

Angefangen wird bereits bei den ganz Kleinen. Damit Bücher ein vertrauter Wegbegleiter durch das Leben werden, braucht es eine frühe Begegnung. Bei den Windelzwergen treffen sich Mütter und ihre Babys und Kleinkinder jeden letzten Mittwoch im Monat, um zu spielen, zu lachen, zu tanzen. Natürlich wird auch viel vorgelesen. Alle interessierten Mamas schauen am besten hier zu den Details [4].

Windelzwerge

Die Windelzwerge: Schon die Kleinsten können sich für Bücher begeistern. © Bücherei & Spielothek Telfs

Die Tauschbibliothek – Bücher auf Wanderschaft

Ein Projekt, das Nadja Fenneberg zusammen mit Schülern der eco Telfs ins Leben gerufen hat, ist die Tauschbibliothek. An verschiedenen, gut besuchten Plätzen (wie dem Inntalcenter [5], dem Telfer Bad [6], oder der Musikschule) stehen Bücherregale, wo sich jeder bedienen kann. Man kann sich Bücher einfach nehmen, und/oder alte, die man nicht mehr braucht, hineinstellen. Das Projekt fördert nicht nur die Nachhaltigkeit – gerade heutzutage ein riesengroßes Thema – sondern bringt die Bücher direkt zu den Menschen. Das ist auch für Gäste in der Region ein Vorteil, denn so hat man die Reisebibliothek gleich am Urlaubsort. Und ein passendes Buch für jeden Geschmack ist sicher dabei.

Wer noch mehr Auswahl haben möchte, der kommt am besten gleich in die Bücherei & Spielothek Telfs. Denn hier gibt es zahlreiche Bücher, Spiele, Hörbücher, DVDs und Zeitschriften. Auch Gastnutzer, die über keine Mitgliedschaft verfügen, dürfen sich Bücher ausleihen, das funktioniert einfach über den Tourismusverband [1]. Momentan befindet sich die Bücherei noch im Noaflhaus [7]. Nadja hat mir aber verraten, dass sie im Herbst umziehen: „Wir brauchen einfach mehr Platz und den bekommen wir noch dieses Jahr am Eduard-Wallnöfer-Platz Platz.“ Wir dürfen also gespannt sein.

Spielothek Telfs

Bei so vielen Spielen wird’s bestimmt nicht langweilig!

Die Stadtbibliothek – Innsbrucks größtes Wohnzimmer

„Die Stadtbibliothek. Innsbrucks größtes Wohnzimmer. Ein Ort für alle.“ So steht es auf der Website [8] und ich kann nur zustimmen. Die Atmosphäre ist wahnsinnig gemütlich. In aller Ruhe kann man Bücher, Zeitungen und Zeitschriften lesen und entspannen. Jeder, der ein ruhiges Plätzchen zum Lernen oder Arbeiten sucht, wird hier fündig. Ich spreche aus Erfahrung: Zuhause kann es manchmal echt schwer werden, sich zu konzentrieren und in Ruhe zu arbeiten. Ob es nun die Kinder, der Partner oder Mitbewohner sind, irgendjemand möchte immer genau dann etwas von einem, wenn man sich hingesetzt hat, um zu arbeiten. Oder ist das nur bei mir so? Meine Empfehlung: Schnapp dir den Laptop und ab in die Stadtbibliothek [9].

Stadtbibliothek Innsbruck

Lesen mit Ausblick.

Kinder herzlich Willkommen

Die Bücherei ist ein Ort, an dem man ruhig ist, um wie gerade erwähnt, arbeitende, lernende und lesende Menschen nicht zu stören. Daran hält sich fast jeder, außer vielleicht mein Sohn. Aber – oh Freude – in der Stadtbibliothek gibt es einen eigenen Kinderbereich. Und da gelten andere Regeln als bei den Großen. Es darf gespielt, gekuschelt und natürlich gelesen werden. Supergemütlich und ein toller Tipp für Regentage.

Kinderbereich der Stadtbibliothe

Im Kinderbereich der Stadtbibliothek muss man nicht stillsitzen.

Stadtbibliothek Innsbruck

In den Sitzkojen kann man super lesen, kuscheln oder eben auch rutschen.

Kinderbereich der Stadtbibliothe

Der Kinderbereich der Stadtbibliothek ist wirklich ideal für kleine Bücherwürmer.

Neben den tollen Räumlichkeiten und den zahlreichen Büchern, Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften, Hörbüchern, Serien und Filmen, Gesellschaftsspielen und digitalen Medien, die man sich ausleihen beziehungsweise konsumieren kann, sind es die vielen spannenden Projekte, die die Stadtbibliothek so interessant machen. Das Team arbeitet laufend an einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm. Das ganze Jahr über finden Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Sprechstunden, Führungen und Workshops statt. Am besten informiert man sich auf der Homepage [10] über Neuigkeiten. Wer noch mehr über die Stadtbibliothek erfahren möchte, sollte den Beitrag [11] meiner Kollegin Lena lesen.

Ein Hoch auf alle freiwilligen Mitarbeiter

„Bücher sind Freunde“, ein Spruch meiner Mutter, den ich früher komisch fand. Heute glaube ich zu verstehen, was sie meint. So merkwürdig es auch klingen mag, wenn ich ein tolles Buch zu Ende gelesen habe, bin ich ein kleinwenig traurig. Wie wenn man sich von einem Freund verabschieden muss. Ich finde, Bücher gehören einfach dazu, und man kann gar nicht früh genug damit anfangen, sie zu genießen. Dank der Bibliotheken können wir uns ohne großen finanziellen Aufwand stets mit Lesestoff versorgen. Der Schriftsteller Josef Winkler meinte: „Büchereien sind ein Menschenrecht!“ Also, in diesem Sinne: ein Hoch auf alle Bibliotheken und vor allem auf all die freiwilligen Bibliothekare, ohne die es nicht laufen würde.

Bücherei Telfs

Wolfgang Pöschl ist seit über 25 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bücherei Telfs.

Informationen:

Bücherei und Spielothek Telfs
Adresse: Untermarktstr. 20
A-6410 Telfs
Tel: 0043 5262 62709
E-Mail: buecherei@telfs.gv.at
Öffnungszeiten [12]

Stadtbibliothek Innsbruck
Adresse: Amraser Straße 2
A-6020 Innsbruck
Tel. +43 512 5360 5700
E-Mail: post.stadtbibliothek@innsbruck.gv.at [13]
Öffnungszeiten:
Montag: 14:00 – 19:00 Uhr
Dienstag – Freitag: 10:00 – 19:00 Uhr
Samstag: 10:00 – 17:00 Uhr

Titelbild: © Bücherei & Spielothek Telfs

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