Gleich nach Silvester hat Innsbruck ein weiteres spektakuläres Event zu bieten – das Skispringen am Bergisel. Jedes Jahr am 3. und 4. Jänner ist die Vierschanzentournee zu Gast bei uns. Innsbruck ist die dritte von insgesamt vier Stationen der legendären Vierschanzentournee.

Nach den Springen in Oberstdorf und Garmisch kam Ryoyu Kobayashi, der Vorjahressieger der Vierschanzentournee, erneut als führender auf den Bergisel. Der Japaner hat in der Vorsaison den Grand Slam geschafft, das heißt er hat alle vier Springen der Tournee für sich entscheiden können. Quasi ein Ding der Unmöglichkeit!

Mit ein Grund für die 20.000 Fans im Bergiselstadion, ordentlich Stimmung zu machen. Trotz schlechten Wetters – es regnete leicht – war der Stadionkessel am kochen.

Bergiselstadion

Trotz leichten Regens hatten 20.000 Fans ihren Spaß.

Zuschauer aus vielen verschiedenen Nationen sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Besonders viele Österreicher und Deutsche, aber auch eine ordentliche Abordnung polnischer Fans und viele andere Nationen sorgten für eine spektakuläre Atmosphäre im Stadion.

Bergiselstadion

Ein buntes Bild der internationalen Fangemeinde. Fantastische Stimmung auf den Rängen.

Erster Durchgang

Nach dem ersten spannenden Durchgang lag der Norweger Marius Lindvik, der Sieger von Garmisch, in Führung. Dicht dahinter der Pole Dawid Kubacki. Besonders hervorheben möchte ich die Leistung von Gregor Schlierenzauer. Der Stubaitaler meldete sich mit einem hervorragendem Sprung auf den fünften Platz in der Weltelite zurück. Er hat einen besonderen Platz im Herzen vieler österereichischer Skisprungfans. Schließlich erinnern sie sich gerne an viele legendäre Siege des Tirolers.

Gregor Schlierenzauer

Gregor Schlierenzauer mit seinem Sprung auf 127,5 Meter im ersten Durchgang.

Ryoyu Kobayashi

Der Führende Kobayashi konnte am Bergisel nicht mehr überzeugen.

Karl Geiger

Der Deutsche Karl Geiger konnte sich noch Chancen auf den Tourneesieg ausrechnen.

Zwischenstand nach dem ersten Durchgang:

  1. Marius Lindvik 133m NOR
  2. Dawid Kubacki 133m POL
  3. Johann Andre Forfang 131m NOR
  4. Peter Prevc 127m SLO
  5. Gregor Schlierenzauer 127,5m AUT

Zweiter Durchgang

Im zweiten Durchgang wurde das Wetter zusehends schlechter, doch die Bedingungen waren fair. Wind gab es kaum. Die dreißig Besten aus dem ersten Durchgang sprangen nun in umgedrehter Reihenfolge und es wurde immer spannender.

Die Top fünf eröffnete Gregor Schlierenzauer, der mit 126 Metern seine super Leistung vom ersten Sprung bestätigen konnte. Peter Prevc fiel mit seinem zweiten Sprung zurück und die Top drei standen nun auf dem Sprungturm für die Entscheidung. Ryoyo Kobayashi konnte auch im zweiten Sprung nicht überzeugen und fiel in der Gesamtwertung der Tournee bereits um einiges zurück.

Der Dritte – Norweger Forfang – verpatze seinen zweiten Sprung komplett und fiel im Endergebnis auf Rang sieben zurück. So ging es nun zwischen Polen und Norwegen um den Sieg am Bergisel. Lindvik oder Kubacki? Ein Krimi!

Kubacki sprang mit 120,5 Metern in Führung,  nun lag alles an Lindvik. Er setzte seinen Finalsprung auch auf exakt 120,5 Meter wie sein Konkurrent. Dank hauchdünnem Vorsprung von 1,3 Punkten genug für den Sieg beim Bergiselspringen.

Peter Prevc

Peter Prevc fiel im zweiten Durchgang zurück.

Daniel Andre Tande

Daniel Andre Tande sprang im zweiten Durchgang noch auf Rang drei.

Stephan Leyhe

Stephan Leyhe sprang auf Rang fünf.

Bergisel

Festtagsstimmung im Bergiselstadion

Dawid Kubacki

Dawid Kubacki bei seinem Satz auf Platz 2

Marius Lindvik

Marius Lindvik bei seinem Siegessprung am Bergisel.

Endstand:

  1. Marius Lindvik NOR
  2. Dawid Kubacki POL
  3. Daniel Andre Tande NOR
  4. Stefan Kraft AUT
  5. Stephan Leyhe GER
  6. Gregor Schlierenzauer AUT
  7. Johann Andre Forfang NOR

 

Alle Fotos © Danijel Jovanovic Photographywww.djphotography.at

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