Sie leuchten gelb und duften von Weitem… Wenn man im Juli und August in Tiroler Wäldern wandert, findet man sie oft: die Pfifferlinge!

Für sie ist momentan Hochsaison. Besonders heuer mögen sie das Wetter gerne. Viel Regen und heiße Tage zwischendurch bedeuten, dass die gelben Schwammerl regelrecht aus dem Boden sprießen. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern schmecken auch irrsinnig gut: in Pasta, im Strudel oder im Risotto. Diesmal gibt es ein herrliches Pfifferlingrisotto-Rezept für euch, das in nur 30 Minuten im Handumdrehen gekocht ist!

Pfifferlinge selber sammeln

Am besten schmecken die Pfifferlinge, oder auch Eierschwammerl genannt, natürlich frisch und selbstgepflückt. Rund um Innsbruck wachsen sie fast überall. Nur, wo findet man die Schwammerl? Kein passionierter Schwammerlsucher verrät seine Plätzchen, die muss man selber finden. Ein Tipp: Nadelwälder mit Nadel- oder moosigen Boden mögen Pfifferlinge besonders gerne. Sehr oft sind sie unter Bäumen, aber auch unter Ästen und in Gräsern versteckt. Da muss man schon genauer hinschauen.

Nicht vergessen:

Wer sich auf die Suche macht, nimmt idealerweise ein kleines Messer mit. So könnt ihr die Eierschwammerl gut ernten, ohne die Wurzeln zu beschädigen oder mit auszureißen. Damit genügend Schwammerl für alle bleiben, dürfen in Tirol laut Gesetz nur zwei Kilo am Tag und pro Person gepflückt werden. Das reicht aber völlig aus, um damit Risotto zu kochen. Sollten Pfifferlinge übrig bleiben,  kann man sie kurz in Öl sautieren und einfrieren. Sie halten ziemlich lange und man kann auch in der kalten Jahreszeit ein Schwammerl-Rezept kochen.

Wer sicher gehen möchte, dass seine Schwammerl- und Pilzausbeute auch genießbar ist, kann sie beim Magistrat in Innsbruck und beim Verein für Pilzkunde Tirol kontrollieren und bestimmen lassen.

Für all jene die das Schwammerlsuch- und -jagdfieber nicht gepackt hat, gibt es hervorragende frische Pfifferlinge bei Clementi oder in der Innsbrucker Markthalle.

Für das Risotto benötigt man (für 4 Portionen):

Zutaten für Pfifferlingrisotto

  • 200 g Risottoreis
  • einen Liter Gemüsesuppe (ein Gemüsesuppenwürfel mit einem Liter Wasser)
  • eine Zwiebel
  • 100 g Parmesan gerieben
  • Olivenöl
  • 80 ml Weißwein
  • Mandeln, gehackt
  • eine Handvoll Marillen
  • eine Handvoll Rosmarin
  • eine Handvoll Petersilie gehackt
  • ca. 1/2 kg Pfifferlinge
  • Ziegenfrischkäse
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss und zwei Lorbeerblätter
  • Salz und Pfeffer

So geht´s genau…

  1. Die Zutaten vorbereiten. Pfifferlinge säubern und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Petersilie, Zwiebel, Mandeln und den Rosmarin hacken und beiseite stellen. Marillen entkernen und in Spalten schneiden.
  2. Für die Gemüsesuppe einen Liter Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, einen Gemüsesuppenwürfel zufügen und gut verrühren. Die Suppe auch zur Seite stellen.
  3. In einer großen Pfanne drei Esslöffel Olivenöl heiß werden lassen. Die gehackten Zwiebel darin anschwitzen lassen, bis sie glasig sind. Dann den Reis zugeben und etwas mitanbraten. Mit Weißwein ablöschen. Etwas frische Muskatnuss darüber reiben und Lorbeerblätter dazugeben. Die Temperatur reduzieren.
  4. Nach und nach Gemüsesuppe mit einem Schöpfer dazugeben. Wenn die Suppe verkocht ist, weitere Suppe dazugeben.
  5. In einer separaten Pfanne drei Esslöffel Olivenöl erhitzen. Den gehackten Rosmarin im Öl anbraten, dann die geschnittenen Pfifferlinge anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Das Risotto sollte noch etwas bissfest sein, wenn es fertig ist. Einfach abschmecken und wenn es richtig schmeckt, kann man die Pfifferlinge und die Petersilie unter das Risotto rühren.
  7. In der selben Pfanne, kann man die Marillen mit etwas Olivenöl grillen, bis sie etwas gebräunt sind.
  8. Das fertige Pfifferlingrisotto auf Tellern anrichten. Mit den gegrillten Marillen und etwas Ziegenfrischkäse garnieren.
  9. Servieren und schmecken lassen!
  10. Mahlzeit!

Pfifferlingrezept