Wenn´s Schleckermäulchen eiskalt erwischt: Ausgefallene Eissorten und gesunde Alternativen wie Frozen Yoghurt lassen die Herzen von Naschkatzen schmelzen.

Schon mal von Andreas Hofer gehört? Nein, nicht dem Tiroler Nationalhelden, sondern dem gleichnamigen Eis? Versüßt, Pardon gewürzt, wird die Mischung aus Pistazie und Waldbeere mit einem ordentlichen Schuss Rum. Für Kinder ist diese Kombination zwar wenig geeignet, Junggebliebene hingegen lieben die ungewöhnliche Kreation, die direkt neben dem Goldenen Dachl an einer pittoresken Theke im Stil der italienischen 50er Jahre angeboten wird. Die fällt auf den ersten Blick kaum auf, schaut man etwas genauer hin, tun sich allerdings allerorts süße Versuchungen auf.

Das Tomaselli, Innsbrucks jüngster Eisberg, schmiegt sich etwa an drei nahe aneinander gelegenen Standorten in verwunschene Winkel der Altstadt und bietet ein kleines, aber feines Sortiment: Best-Schmecker bei den internationalen Kunden ist das Pralina D´Oro. Persönliches Highlight mit Österreich-Bezug hingegen das Neopolitaner: Eine Sorte, die mit Anlehnung an die berühmten Manner-Waffeln entstanden sind. Und weil man Manner einfach mag, kommt man daran auch wirklich schwer vorbei.

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Die älteste Eisdiele Innsbrucks

Unter diese exotisch klingenden Nuancen mischen sich einige andere, die vertrauter sind: Snickers und Orio etwa, die im Trend liegen, wie Rudolf Loferer aus der süßen Lade plaudert. Der junge Innsbrucker gehört zum Familienclan rund um die Eisgrotte und ist unser Führer in allen arktischen Gourmet-Expeditionen.
Die Eisgrotte ist jene Eisdiele, bei der man nach intensiver wie figurbetonter Recherche in der Innsbrucker Innenstadt landet. Die Lage spricht natürlich dafür (hier sitzt man am lauschigen Franziskanerplatz unter breiten Sonnenschirmen und löffelt einen dekorativen Becher oder räkelt sich drei Meter weiter mit einer Tüte auf der Parkbank), die Auswahl und der Flair. Immerhin ist die Eisgrotte die älteste Eisdiele Innsbrucks, seit 1938 ist sie durchgehend in Betrieb, seit 1960 unter ihrem aktuellen Namen. Damals tätigte Rudolf Schauer übrigens eine enorme Anschaffung, die sich auch noch heute sehen lassen kann: Die (mittlerweile) nostalgisch geschwungenen Eisbecher sind aus echtem Silber. Ein Umstand, den man zwar nicht schmeckt, aber dem Auge gefällt. Schmecken tut man allerdings, dass hier alles mehrmals täglich frisch gemacht wird. Das Eis ist cremig, der Geschmack süß und nicht zu intensiv. Auch deshalb ist die Eisgrotte bekannt: Ihr Haselnuss-Eis gehört zu den besten Österreichs. Die Rezeptur ist übrigens noch die gleiche wie vor 44 Jahren.

Die älteste Eisdiele der Stadt ist Kult, das Eis ein Genuß für ganz Kleine und ganz Große. Wer sich etwas Zeit nimmt, erfährt auch von Rudolf Schauer und Sohn Rudolf Loferer interessantes über die Geschichte der süßen Versuchung. Zum Beispiel: Das beste Eis ist jenes, das die richtige Temperatur hat. Die liegt erstaunlicherweise bei warmen -10 Grad.

Die älteste Eisdiele der Stadt ist Kult, das Eis ein Genuss für ganz Kleine und ganz Große. Wer sich etwas Zeit nimmt, erfährt auch von Rudolf Schauer und Sohn Rudolf Loferer Interessantes über die Geschichte der süßen Versuchung. Zum Beispiel: Das beste Eis ist jenes, das die richtige Temperatur hat. Die liegt erstaunlicherweise bei warmen -10 Grad.

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Praktisch: Wer sich in letzter Sekunde auf seine Kalorienstand besinnt und trotzdem einer süßen Erfrischung nicht abgeneigt ist, kann am Franziskanerplatz zu Kurt oder Fro Yo abbiegen. Entscheidend: die Wahl der Toppings. Unser Tipp: Beeren aus den heimischen Tälern wie die aromatischen Heidelbeeren aus dem Stubaital.

Praktisch: Wer sich in letzter Sekunde auf seine Kalorienstand besinnt und trotzdem einer süßen Erfrischung nicht abgeneigt ist, kann am Franziskanerplatz zu Kurt oder Fro Yo abbiegen. Entscheidend: die Wahl der Toppings. Unser Tipp: Beeren aus den heimischen Tälern wie die aromatischen Heidelbeeren aus dem Stubaital.

Man muss den Geschmack des Originals deutlich schmecken, aber er darf nicht zu intensiv sein, sonst schmeckt das Eis künstlich.

Alternative zum Eis

Das erklärt E(is)xperte Rudolf Loferer und gibt auch gleich eine weitere Auskunft: Ist Frozen Joghurt nun gesünder oder nicht? Im eigenen Laden – ebenfalls am Franziskanerplatz – lässt sich die frische Alternative zum Eis testen. Die Konsistenz ist etwas cremiger und fluffiger, die Toppings geben die geschmackliche Nuance, ansonsten merkt man kaum einen Unterschied.
Aber: Weil Eis mehr Zucker zum Binden braucht als vergleichsweise Joghurt, ist die neue Variante eindeutig gesünder. Und Bio ist es übrigens auch. So wie die Frozen Yoghurts von Kurt. Hier ist alles biologisch – vom Becher bis zur Beere. Schmecken tut man´s nicht, das Gewissen beruhigen hingegen schon.

Sündhaft schlemmen kann man hingegen im Eissalon Peintner – auch eine traditionelle Eisdiele in Innsbruck, die die größte Auswahl an Sorten hat. Und auch interessante Becher-Kombinationen: Knusper-Müsli-Becher und „Hello Kitty”-Becher. Egal wie das Angebot aussieht, die Klassiker „Coup Denmark“ und „Heiße Liebe“ werden trotzdem noch immer am liebsten genascht.

Nicht ganz zentral, aber eine kleine Anreise wert: Die Eisdiele Peintner. Wer wieder zurück in die innere Stadt will, kann sich sein Eis mitnehmen. Auch Eisbecher werden auf Wunsch mit auf den Weg gegeben. Unser Tipp: das Raffaello-Eis. (Kranewitterstr. 4)

Nicht ganz zentral, aber eine kleine Anreise wert: Die Eisdiele Peintner. Wer wieder zurück in die innere Stadt will, kann sich sein Eis mitnehmen. Auch Eisbecher werden auf Wunsch mit auf den Weg gegeben. Unser Tipp: das Raffaello-Eis. (Kranewitterstr. 4)

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Auch wenn die Eislandschaft in Innsbruck viele Highlights zu bieten hat, die Spitze des Eisberges ist noch nicht erreicht: Diabetiker etwa müssen noch zu warmen Alternativen zurückgreifen. Allerdings: lactosefreies und glutenfreies Eis wird zum Beispiel in der Eisgrotte angeboten.