Endlich ist es wieder soweit – die Spargelsaison hat nun auch Österreich erreicht – und es gibt wieder heimischen Spargel zu kaufen! Der Griff zum heimischen Spargel garantiert  Frische und den besonderen Genuss.

Alles, was man über Spargel wissen sollte, und ein Spargelrezept der anderen Art. Versprochen!

Der Spargel und seine Farben

Spargel gibt es in drei unterschiedlichen Farben – grün, weiß und violett. (Wobei violetter Spargel in Österreich nur selten zu finden ist.)

Was nicht jeder weiß, ist, dass das Sonnenlicht die Farbe bestimmt. Der Anbau und das Ernteverfahren sind weitere Faktoren der Farbe. Weißer Spargel zum Beispiel wird zumeist unter der Erde oder unter einer dunklen Folie angebaut, so dass er vor Sonne geschützt ist und weiß bleibt. Grüner Spargel hingegen wächst weitgehend über der Erde und verfärbt sich durch das Sonnenlicht grün. Der sogenannte Purpur-Spargel gilt bei uns zu Lande eher als exotisch und bekommt seine violette Farbe durch den hohen Anteil am Pflanzenfarbstoff Anthocyan.

Eines allerdings haben alle Sorten gemeinsam: Spargel ist nicht nur lecker, sondern auch irrsinnig gesund! 

Sie schmecken leicht, sind kalorienarm, haben eine entschlackende Wirkung und enthalten noch dazu viele Vitamine und Mineralstoffe. Immerhin besteht Spargel zu 90% aus Wasser. Der Kaliumgehalt wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus. Damit gehört Spargel zu den gesündesten Gemüsearten.

Wie man frischen Spargel erkennt, lagert und am besten zubereitet…

Wie erkenne ich frischen Spargel?
  • Frischer Spargel ist leicht glänzend.
  • Die Spargelspitzen sind fest geschlossen.
  • Die Stangen lassen sich mit dem Fingernagel leicht einritzen
  • Beim Aneinanderreiben der Stangen sollen sie leicht quietschen.
  • Die unteren Schnittstellen sollten feucht und saftig sein.
Wie lagere ich Spargel am besten?

Im Kühlschrank kann Spargel bis zu vier Tage gelagert werden. Dazu die ungeschälten Spargel am besten in ein feuchtes Geschirrtuch einwickeln.

Geschält und sogar gekocht kann man ihn auch ganz einfach einfrieren. Der Spargel wird dadurch sehr lange haltbar. (Wichtig ist es, den Spargel vor dem Einfrieren unbedingt zu schälen, da er sich dann nicht mehr schälen lässt!)

Fazit: Je früher Spargel verarbeitet wird, desto saftiger und aromatischer schmeckt er! Und ganz klar, wenn Spargel direkt beim Bauern gekauft wird, ist er am frischsten!

z.B. hier: http://erdbeerland-tirol.at/index.php/tirol.html

Aber auch in der Innsbrucker Markthalle, im Fruchthof , bei Niederwieser oder Clementi ist in dieser Zeit stets frischer Spargel zu finden.

Wie bereite ich Spargel zu?
  • Spargel sorgfältig waschen
  • Die Schale des Spargels (ab ca. 1-2 cm unterhalb des Kopfes) schälen, die Schale ist nämlich faserreich und schmeckt bitter.
  • Spargelschalen und Enden nicht gleich entsorgen, sondern mit 1l Wasser, etwas Salz und Butter erhitzen.
  • Daraus entsteht ein Spargelfond, indem die geschälten Spargelstangen etwa 15-20 Minuten gegart werden.

10 Fakten über Spargel, die du vielleicht noch nicht wusstest!

  • Die Spargelsaison beginnt Mitte April und endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag.
  • Wenn die Spargelstangen etwa 20 Zentimeter lang sind, sind sie erntereif.
  • Bis heute wird Spargel mit der Hand geerntet, da keine Erntemaschine effizient genug ist. Vor allem der weiße Spargel, der unter der Erde wächst, verlangt viel Arbeit. Jeder Trieb muss einzeln und sorgfältig „ gestochen“ (ausgegraben) werden.
  • Genau aus diesem Grund ist weißer Spargel teurer als grüner. Der Weiße muss „gestochen“ werden, der grüne kann einfach abgeschnitten werden.
  • Große Familie: Es gibt weltweit in etwa 300 verschiedene Spargelarten.
  • Rohkost-Fans aufgepasst: Geschälter Spargel kann auch roh verzehrt werden, z.B.: mariniert im Salat oder im grünen Gemüse-Smoothie.
  • Die meisten Menschen kochen Spargel in Wasser, wobei viel Geschmack des Spargels verloren geht. Aus Spargelschalen und Enden kann man ganz einfach einen Fond zubereiten, worin man die Spargelstangen gart. Dadurch behält der Spargel seinen Geschmack. Weißen Spargel muss man schälen, grünen allerdings nicht.
  • Auf Platz eins der beliebtesten Beilage zu Spargel ist Sauce Hollandaise. Auf die Plätze zwei bis fünf kamen Kartoffeln, gefolgt von Kochschinken, Schnitzel und Butter.
  • Die Spargelspitzen sind die echte Delikatesse, da sie sehr zart und fein sind. Sie werden nicht geschält.

Neben den Klassikern wie Spargel mit Bechamelsauce, Spargelsuppe oder Spargelrisotto gibt es heute ein Spargelrezept der anderen Art:

Spargel – einmal anders erleben!

Frühlingshafte Spargelpizza mit Prosciutto, Erbsen und Basilikum

Dazu benötigt man für den Pizzateig (für etwa 3-4 Pizzen)…

  • Mehl
  • Olivenöl
  • Salz
  • Hefe/Germ
  • Kräuter der Provence
  • lauwarmes Wasser

 

©Nadja Hudovernik

Spargelpizza ©Nadja Hudovernik

…und für den Belag…

  • Prosciutto
  • Erbsen
  • grünen Spargel
  • geriebenen Pizzakäse
  • Basilikum
  • Tomatensauce oder Pesto

 

©Nadja Hudovernik

Spargelpizza ©Nadja Hudovernik

So geht´s genau…

  1. Für den Teig das Mehl, Salz, Kräuter und Germ in einer großen Schüssel vermengen.
  2. Nach und nach Wasser und Öl hinzufügen und mit der Hand oder einer Küchenmaschine so lange kneten, bis der Teig glatt ist und sich vom Schüsselrand löst.
  3. Den Teig mit einem Geschirrtuch abgedeckt für etwa 30 Minuten gehen lassen, bis er schön aufgegangen ist.
  4. Währenddessen den Spargel zubereiten. Also schälen und in Stücke schneiden. Hierbei muss der Spargel nur etwa 2-3 Minuten in kochendem Wasser kochen. Danach herausnehmen und abseihen.
  5. Den aufgegangen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.
  6. Tomatensauce (oder Pesto) darauf verstreichen. Spargel, Erbsen und reichlich Pizzakäse darüber verteilen.
  7. Die Pizza bei etwa 175°C für ca. 30 Minuten backen.
  8. Last but not least den frischen Basilikum un den Prosciutto darüber verteilen.
  9. Pizza gleich vernaschen!
  10. Mahlzeit!

 

©Nadja Hudovernik

Spargelpizza ©Nadja Hudovernik