Erdbeeren haben wieder Hochsaison! Endlich bieten die Geschäfte auch heimische Erdbeeren an. Jetzt in der Hauptsaison schmecken sie immerhin am süßesten! Die Felder sind voll und die Früchte wollen geerntet und vernascht werden.

Am besten schmecken die roten Früchte, wenn sie selbst gepflückt werden – man kann nebenbei naschen, während man die schönsten und größten Beeren für seine eigenen Rezepte ins Körberl pflückt. Erdbeermarmelade oder Kuchen sind nur wenige Rezepte, wo man Erdbeeren verarbeiten kann. Heute stelle ich euch ein Erdbeerknödel-Rezept vor, das garantiert jedem schmeckt!

Außerdem findet ihr hier noch Infos zu den süßesten Früchte zum Selberpflücken, Wissenswertes über die Erdbeere und ein traumhaftes Rezept.

Erdbeerknödel

Wissenswertes über die Erdbeere 

Woher kommt die Erdbeere?

Die Erdbeere kommt ursprünglich aus Amerika. Vor knapp 200 Jahren wurden zwei verschiedene Beeren, die Scharlach- und die Chilierdbeere gekreuzt. Das Resultat dieser Kreuzungsversuche ist die heutige Erdbeere. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wird die Erdbeere auch in ganz Europa angebaut und durch verschiedene Zuchtverfahren verbreitet.

Wie viele Sorten gibt es?

Erdbeeren gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Farben. Eine genaue Anzahl der unterschiedlichen Erdbeersorten gibt es nicht. Man geht aber davon aus, dass es mittlerweile Tausende verschiedene Sorten weltweit gibt. Jedes Jahr kommen weitere Züchtungen und Kreuzungen der beliebtesten Sorten hinzu.

Erdbeeren sind eigentlich gar keine Beeren…

…zumindest botanisch gesehen gehören Erdbeeren zur Linie der Rosengewächse. Sie sind Sammelnussfrüchte. Das bedeutet, dass das rote Fruchtfleisch nur Scheinfrucht, die kleinen Körner hingegen die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind.

Und wie sieht es hierzulande aus?

In Tirol werden rund 70 ha Erdbeeren angebaut. Rund ein Drittel dieser Fläche sind Selbstpflück-Flächen. Das Tiroler Klima, kühle Nächte und warme Tage garantieren die Süße der Erdbeeren und ermöglichen eine längere Erntezeit.

Erdbeeren schmecken nicht nur lecker, sondern sind auch super gesund!

Sie enthalten viel Vitamin C und B2, noch dazu liefern sie jede Menge Kalzium, Kalium, Magnesium und Folsäure. Folsäure hilft unter anderem Optimismus, Gelassenheit, innere Ruhe und guten Schlaf zu fördern. Die Samen auf der Oberfläche sind besonders reich an Mineralstoffen.

Wann ist die Erdbeere in Saison?

Durch inländischen Anbau und Import aus dem Ausland sind Erdbeeren ganzjährig zu kaufen. Diverse europäische Länder, Israel, Kalifornien und Mexiko sind die größten Erdbeerlieferanten weltweit. Die Saison unserer Tiroler Erdbeeren beginnt allerdings Ende Mai und endet Ende Juni/Anfang Juli.

Rund um Innsbruck – Wo sind die schönsten Erdbeerfelder zum Selberpflücken zu finden? 

Sollte einem das Selberpflücken nicht so liegen, gibt es auch hier nur die besten Früchte zu finden: Genuss Bauernhof Kuprian

Und hier gibt’s jetzt noch das versprochene Rezept:

Flaumige Erdbeerknödel mit Topfenteig und Butterbrösel

Für den Teig von etwa 12 Knödel benötigt man…

  • 500g Topfen
  • Schale von 1 Zitrone
  • 12 Erdbeeren
  • 50g Butter
  • 2 Eidotter
  • 150g Weizengrieß
  • 2 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 100g Mehl + mehr zum Bemehlen der Hände

Zutatenbild

…und für die Brösel… 

  • Semmelbrösel und Butter (ca. im Verhältnis 1:1)
  • etwas Zucker
  • Zu guter letzt kann man die Knödel vor dem Servieren mit etwas Staubzucker bestäuben.

So geht´s genau…

1. Zitrone heiß waschen, trocknen und die Schale fein abreiben.

2. Die Erdbeeren waschen, entstielen und beiseitestellen.

3. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Temperatur soweit reduzieren, dass das Wasser nur noch sanft köchelt.

4. Den Topfen zusammen mit Butter, Eigelb, Grieß, Vanillezucker, Salz und der abgeriebenen Zitronenschale in einer großen Schüssel verrühren. Zuletzt das Mehl dazugeben. Ist der Teig noch sehr klebrig, esslöffelweise mehr Mehl zugeben (Je mehr Mehl man zugibt, desto fester werden die Knödel allerdings auch!).

5. Den Teig zu einer Rolle formen und in ca. 12 Stücke teilen. Die Stücke mit gut bemehlten Handflächen zu einer Scheibe formen, Erdbeeren darin einhüllen und zu Knödeln formen.

6. Die Knödel vorsichtig in das köchelnde Wasser legen und ca. 10-15 Minuten darin ziehen lassen. Achtung, nicht zu viele Knödel auf einmal im Topf kochen, da diese sonst aneinander kleben können. Sobald die Knödel oben aufschwimmen, sind sie fertig und können (am besten mit einem Schaumlöffel) herausgenommen werden.

7. Während die Knödel kochen, Butter in einer Pfanne erhitzen und die Semmelbrösel bei geringer Hitze darin anrösten, nach Geschmack noch mit Zucker süßen.

8. Die fertig gegarten Knödel kurz abtropfen lassen und in den Butterbröseln wälzen.

9. Mit Staubzucker bestäuben und warm servieren.

10. LECKER!!!

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