Die kalte Jahreszeit ist die schönste. Punkt. Da lasse ich nicht mit mir diskutieren. Sobald die ersten Schneefälle einsetzen, verwandeln sich Berge und das Inntal in eine zauberhaft weiße Glitzerlandschaft. Wie durch eine magische Hand – danke Frau Holle – geht es blitzartig raus aus dem Herbstloch und rein ins Winterwunderland. Egal ob es actionreich und rasant beim Freeriden ist, oder entspannt bei einer gemütlichen Hüttenrunde mit fürchterlich leckerem hausgemachten Schmankerl in einer Almhütte. Meine fünf nicht ganz alltäglichen Tipps für sportliche Wintertage.

1. Freeriden in der Lizum

Mäßig steil geneigte Hänge, viele kleine, natürliche Geländefeatures zum ausprobieren. Das abwechslungsreichste Skigebiet, die Axamer Lizum, ist mein Lieblingsgebiet in der Freeride-City. Weitläufige Genusshänge auch für die weniger erfahrenen Freerider liegen dicht bei spannenden Couloirs und Freeride-Touren in den „Dolomiten Innsbrucks“, den Kalkkögeln. Im Skigebiet sind zu viele Spuren für dein Wohlbefinden? Mit Guide oder eigenverantwortlich mit Literatur und einer Karte bewaffnet geht’s zügig in weniger frequentierte Gefilde.

5 Geheimtipps Wintersport, Nordkette, Innsbruck, Tirol, Patscherkofel, Freeride, Axamer Lizum, Freeride-Tour, Rodeln

Ein schöner Wintertag und alle Sorgen sind vergessen. Foto: MS

Alle Infos zur Freeride CityFreeride Packages und den Westlichen Feriendörfer

Buchtipp: PowderGuide Tirol: Die besten Freeride-Touren.

2. Familienskiurlaub auf der Muttereralm

Eine geringe Lift- und Pistenanzahl wissen Skilehrer, Kinder- und Jugendbetreuer sowie Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten zu schätzen: Ein idealer Familienberg ist der Berg, an dem niemand unfreiwillig in einem komplizierten Pistennetz verloren geht und das Preisniveau fair ist. Der Nachwuchs macht Skikurs oder geht Rodeln und die ältere Generation Winterwandern auf der Alm mit deftiger Jause und Schnaps oder entspannt am Natterer See. Oder umgekehrt. Nur das mit dem Schnaps zum Aufwärmen der kalten Glieder, das machen dann doch besser nur die Erwachsenen.

Tipp für die Kinderlosen: Nachtrodeln! Nachtrodeln ist keine Erfindung einer Marketingabteilung, sondern eine seit Jahrhunderten gelebte Tradition, die Menschen zusammenbringt. Ausgestaltung nach persönlichen Vorlieben. #smileyface

3. Skitouren im Sellraintal

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Einsame Skitouren im Sellrain, Foto: MS

Skitouren ist eigentlich eine recht monotone Angelegenheit, die so gar nicht in unsere schnelllebige Zeit passt. Stundenlang marschiert man geradeaus. Links, rechts, links rechts. Es ist kalt, manchmal schneit oder regnet es. Man schwitzt und anstrengend ist es zu allem Übel auch noch. Schrecklich! Wie kann man nur?! Die einsame und unberührte Bergwelt und vielleicht noch ein wenig Pulverschnee und das ruhige Bergerlebnis ist perfekt. Als Skitour-Abschlussschmankerl empfiehlt sich eine Einkehr ins Gasthaus Ruetz in St. Sigmund.

Tipp: Tourenlehrpfad Lampsenspitze

Der kostenlose Skibus bringt die Tourengeher auch ins Skigebiet Kühtai. Mit Liften gelangt man zügig und mühelos auf weit über 2000m und startet von hier in die hochalpinen Touren.

4. Rodeln und Winterwandern im Süden

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Wiedereröffnet und ein toller Blick auf die Stadt, Foto: MS

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Der wahre Grund Winterwandern oder Rodeln zu gehen, Foto: MS

Die Stille der Natur genießen, frische, kalte Winterluft tanken und wer mag, mit Tempo bergab, ist südlich von Innsbruck gut aufgehoben. Patscherkofel und Glungezer als Ausgangspunkt bieten sich zu entspannten Winterwanderungen und Schneeschuhtouren durch die südlichen Feriendörfer an. Winterwanderer und Rodelprofis tauschen Tipps und Tricks bei einer warmen Suppe in einer der Berghütten und Gasthäuser auf dem Weg aus.

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Lieber noch ein wenig sitzen bleiben, Foto: MS

5. Alpin.Urban

Stadt und Berg? Es klingt so simpel und doch so anders. Auf Geschäftsreise oder Kultururlaub und noch einen Tag Skifahren mitnehmen? Auf Skiurlaub und spontan noch ein kulturelles Highlight besuchen? 30 Minuten braucht man in der Alpenmetropole vom Vortrag im Kongresszentrum bis zur hochalpin herausfordernden Steilabfahrt, dem Kinderskikurs oder einem leckeren Kaspressknödel. Klingt ziemlich unglaublich, ist aber gelebte Realität für viele Innsbrucker und Gäste. Der Autor drückt an dieser Stelle auf „Artikel veröffentlichen“ und geht noch den Kaspressknödel auf der Rumer Alm „testen“. Im Stirnlampenlicht geht es per Rodel und Bus wieder zurück in die Innenstadt.

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30 Minuten bis dorthin hoch. #onlyinibk

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50 Minuten bis zum nächsten Kundentermin? Schaffen wir. Foto: MS

Tipp: Aktuelles 360° Webcam Bild bietet einen tollen Überblick über Wetter und Schneelage.